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Politik diskutiert über Bürger-Wünsche

Nach Facebook-Umfrage Politik diskutiert über Bürger-Wünsche

Eine lange Liste mit Kritik und Wünschen von Hennigsdorfer Facebook-Nutzern hatte der Bürger Dirk Sill am Mittwoch den Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung übergeben. Nun werden sich die Fraktionen über die Wünsche beugen und schauen, was sich umsetzen lässt. Lob gab es schon mal von Grünen und CDU für Sills Initiative.

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Dass der Spielplatz in Hennigsdorf-Nord teilweise gesperrt ist, stößt vielen sauer auf.

Quelle: Paetzel

Hennigsdorf. Oft schimpfen Hennigsdorfer in Facebook-Gruppen immer nur, wenn ihnen Dinge sauer aufstoßen. Ihre Kritik erreicht die Stadtverordneten aber so gut wie nie. Tenor: Die machen doch eh, was sie wollen. Der Hennigsdorfer Dirk Sill wollte das ändern, er startete in der Facebook-Gruppe „Hennigsdorf verbindet“ eine Umfrage danach, was den Hennigsdorfern an ihrer Stadt nicht gefällt. Das Ergebnis, eine lange Liste mit Wünschen und Kritik, überreichte Sill den Fraktionsvorsitzenden der SVV während der Sitzung am Mittwoch.

Von einem zweiten Bolzplatz in Hennigsdorf-Nord über einen dichteren Bustakt nach Nieder Neuendorf bis zum Wunsch, dass beim Stadtfest nicht schon um Mitternacht die Lichter ausgehen, waren viele Punkte mehr oder weniger realistisch. Einer der heiß diskutierten Dinge: Es gebe zu wenige Mülleimer, zudem liegt zuviel Hundekot auf den Wiesen. Hinterlassenschaften, die eigentlich die Herrchen mitnehmen sollten. Viele tun das aber nicht. „Deshalb können sich Kinder in Nord kaum mal auf eine Wiese legen, weil man Angst haben muss, dass sie sich in einen Haufen legen“, sagte Mitstreiterin Madeleine Sedl, die Sill in die Sitzung begleitet hatte.

Bürgermeister Andreas Schulz versprach, dass die Bürger zügig Antworten auf ihre Wünsche bekommen. In der Sache mit dem Hundekot stellte er aber schonmal klar, dass die Stadtverwaltung nicht die Pflicht der Hundehalter übernehmen könne. Es sei doch ungerecht, wenn alle Bürger für die Interessen von Hundehaltern zur Kasse gebeten würden. Auch, was die Anzahl der Mülleimer angeht, gibt es offenbar wenig Hoffnung. 350 öffentliche Papierkörbe unterhält die Stadt, auch für die Leerung ist sie verantwortlich. Rund 35 000 Euro kostet das jedes Jahr. Die Papierkörbe gibt es überwiegend im Zentrum, weniger in den Außenbereichen, erklärte Stadt-Sprecherin Ilona Möser.

Lob von der CDU

Unter anderem fordern die Bürger auch „Pinkelspiralen“ an Parks, mehr Drogenprävention, mehr Streetworker, eine Hundewiese oder den Bau eines Kreisverkehrs am Stadtklubhaus.

Lob kam von René Vierkorn (CDU) via Facebook: „Aus meiner Sicht ist Politik genau dafür da. Die Interessen der Bürger/innen zu vertreten.“

Ob überhaupt etwas umgesetzt wird, ist unklar. Marty Kressin von der Hennigsdorfer Grünen Jugend fand die Initiative der Bürger aber gut. Vor allem Punkte wie mehr Mülleimer, mehr Sitzmöglichkeiten, Wickelräume und Toiletten an Spielplätzen, mehr Fahrradstellplätze, ein Fußgängerüberweg gegenüber dem „Fischeck“, Auflagen für das neue Kaufland zur Reduzierung von Plastikverpackungen sowie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus fand er interessant. „Wir fordern wir die Fraktion der Grünen auf, diese Punkte stärker zu fokussieren“, so der junge Grüne.

Von Marco Paetzel

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