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Politiker wollen Erholung an der Havel

Hohen Neuendorf Politiker wollen Erholung an der Havel

Das Freizeitangebot in der Stadt soll verbessert werden. Aus diesem Grund haben die Stadtverordneten die Verwaltung auf Vorschlag der CDU-Fraktion am Donnerstagabend mehrheitlich beauftragt, die Möglichkeiten zu prüfen – insbesondere an der Havel.

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Quelle: Privat

Hohen Neuendorf. Das Freizeitangebot in der Stadt soll verbessert werden. Aus diesem Grund haben die Stadtverordneten die Verwaltung auf Vorschlag der CDU-Fraktion am Donnerstagabend mehrheitlich beauftragt, die Möglichkeiten zu prüfen – insbesondere an der Havel.

Einerseits soll nachgeschaut werden, ob Grundstücksgrenzen eingehalten werden und Einfriedungen korrekt sind. Zweitens soll darauf aufbauend geprüft werden, inwieweit eine Naturwasserbadestelle eingerichtet und betrieben werden kann, „und zwar auch an anderen Stellen als am Bollwerk“, heißt es im Antragstext. Für den Fraktionsvorsitzenden Christian Wolff sei in diesem Punkt sogar eine Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Birkenwerder erstrebenswert. Denn eines stehe fest: „Die Wasserqualität ist gut.“

Auch den Wassersport im Blick

Außerdem sollen die Rathausmitarbeiter ermitteln, „inwieweit an der Havel eine Steganlage – unter anderem zum Einsetzen von Kanubooten – errichtet werden kann“. Der Prüfauftrag umfasst überdies die Möglichkeiten, einen wassernahen Geh- und Radweg an der Havel entlangzuführen – gegebenenfalls ergänzt mit Picknick- und Grillmöglichkeiten. Die ursprüngliche Idee einer Einbindung in den Radfernweg Berlin – Kopenhagen indes wurde verworfen.

Bereits in dieser frühen Phase ist die Verwaltung von den Politikern angehalten, sich mit der Unteren Schifffahrtsbehörde sowie den an der Havel angesiedelten Vereinen abzustimmen. Und auch Birkenwerder solle möglichst eingebunden werden, um ein Gesamtkonzept zu erreichen. „Denn nur dann wäre ein durchgehender Geh- und Radweg zwischen den Stadtteilen Hohen Neuendorf und Borgsdorf möglich.

Erste Ergebnisse für Dezember eingefordert

Erste Ergebnisse der Prüfungen sollen bereits in den Dezembersitzungen der Fachausschüsse für Bauen, Ordnung und Sicherheit sowie für Stadtentwicklung und Umwelt vorlegen. Dabei sollen bereits Kostenschätzungen einzelner Maßnahmen aufgezeigt werden, heißt es im Antragstext.

Die gestalterische Weiterentwicklung des alten Bollwerks war von der CDU bereits im Januar 2015 mit einem Antrag angestoßen worden. Dabei sei ein vielfach geäußerter Bürgerwunsch aus dem ersten Bürgerhaushalt 2014 nach einem Schwimmbad im Ort aufgegriffen worden. Seinerzeit bestand im Zuge der Diskussion Einigkeit darüber, „dass die weitere Gestaltung des Bollwerks mit einer Verlagerung der Zwischennutzung durch die Sportanlage des Bogensport-Clubs (...) einhergehen muss“. Deshalb richte der neuerliche Antrag den Fokus nicht auf das Bollwerk, sondern bewusst auf andere Bereiche des Havelufers.

Anderer Antrag abgelehnt

Mehrheitlich abgelehnt wurde dagegen ein Antrag des Stadtvereins. Laut dem sollte die Verwaltung ein externes Fachbüro beauftragen, um im Stadtgebiet Freiflächen für einen Parcours oder einzelne Elemente für BMX-Radfahrer oder Skater zu ermitteln. – unabhängig von bisherigen Bedenken.

Die allerdings wurden hinsichtlich der Lärmschutzproblematik mehrfach erneuert. Bürgermeister Steffen Apelt lehnte die neuerliche Prüfung ab: „Wir kommen zu keinen anderen Erkenntnissen.“

Von Helge Treichel

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