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Polizei: Tag der offenen Tür in Oranienburg

Fachhochschule der Polizei Polizei: Tag der offenen Tür in Oranienburg

Am Sonnabend wimmelte aus auf dem Gelände der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg an Besuchern. Sie löcherten die Beamten mit Fragen, ließen sich die Gerätschaften und Fahrzeuge erklären, und nutzten die Gelegenheit sich über die Arbeit des Polizisten, sowie zu Ausbildung und Studium zu informieren.

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Fabian Büttner aus Berlin (Mitte) nutzte den Vereidigungstag seiner Freundin als Polizistin, um das Hochschulgelände kennenzulernen und das Lasermessgerät für Wasserfahrzeuge zu testen.

Quelle: Fotos: Ulrike Gawande

Oranienburg. Verwundert rieb sich manch Besucher am Sonnabend zum Tag der offenen Tür in der Oranienburger Fachhochschule der Polizei die Augen, als er die Biker mit ihren zünftigen Maschinen und ihren rockigen, blauen Motorradoutfits erblickte.

Was haben die Biker bloß mit der Polizei zu tun? Die Antwort war einfach: Die, auf den ersten Blick noch hart wirkenden, auf den zweiten jedoch überaus freundlichen Männer waren alles Polizisten. „Wir sind die Blue Knights, eine internationale Vereinigung von motorradfahrenden Polizisten“, erklärt Georg Korbel aus Brieselang. Die zwanzig Biker bilden das sogenannte Brandenburger Chapter, 2003 gegründet. Weltweit gehören rund 20 000 Mitglieder zu den 1974 ins Leben gerufenen zweiradliebenden Polizisten. Neben der Freude am Fahren, verbindet die Fahrer auch ihr karitatives Engagement. Korbel: „Und wir wollen zeigen: Polizisten sind auch nur Menschen.“

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In Oranienburg öffnete die Fachhochschule der Polizei ihre Türen und Interessierte konnten sich über die Arbeit und die Ausbildung bei der Polizei informieren.

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Davon konnten sich die unzähligen Besucher am Sonnabend in Oranienburg überzeugen. Nachdem am Morgen feierlich 277 Polizeianwärter des Einstellungsjahrganges 2015 vereidigt worden waren, wimmelte es auf dem riesigen Fachhochschulgelände nur so von jungen, angehenden Polizisten, die Familien und Freunden ihre Ausbildungsstätte zeigten. So wie Lena Hofmann, die von der gesamten Familie und Freund Fabian Büttner begleitet wurde. Mit großem Interesse nahm man als erstes das Lasermessgerät der Wasserschutzpolizei in Augenschein.

„Ich wollte schon immer mal auf der anderen Seite sein“, verriet der Berliner Büttner. Immer wieder musste Freundin Lena das zu messende Objekt imitieren. Auch Vater Thomas Hofmann genoss es, durch das Okular des Spezialgerätes zu schauen. Schnell entwickelte sich mit Polizeihauptmeister Jans Walosczyk ein Fachgespräch über Geschwindigkeitsübertretungen auf dem Wasser. Neu war für die Familie, die im Sommer oft mit dem Segelboot unterwegs ist, dass mit dem Lasermessgerät nur auf festem Untergrund, und nicht vom Boot oder gar aus der freien Hand die Geschwindigkeit kontrolliert werden darf. Trotzdem sei die Arbeit auf dem Wasser entspannter als an Land, findet der Polizist. „Die Bootsfahrer sind gelassener, sie haben Urlaub, da ist auch der Umgangston ruhiger.“

Aber nicht nur die Polizisten auf dem Wasser standen den Besuchern Rede und Antwort, es standen auch zahlreiche Fahrzeuge zum Angucken bereit und an über 40 Ständen konnte man sich zu allen Bereichen der Polizeiarbeit, zur Ausbildung und zum Studium erkunden. Die Gäste nutzten die Chance und stellten den Fachleuten alle ihre Fragen.

Von Hubschrauberpilot Kommissar Steven Briswitz erfuhr man so, dass beim Fliegen Gewicht des Hubschraubers und Wetter die größten Schwierigkeiten bereite. Und, dass das SEK grundsätzlich zuviel Gepäck dabei habe. Auf die Frage, ob Windräder Probleme verursachen würden, erklärte Briswitz, dass diese in Karten eingetragen seien und blinken würden. Auch mit möglichen Turbulenzen der Flügel, gäbe es keine Schwierigkeiten. Also kein Problem. Anders bei der Suche nach Suizidgefährdeten, Straftätern oder Vermissten. Da sei enorme Konzentration erforderlich. Überwachungs- oder Überführungsflüge seien einfacher. Bis zu vier Mal am Tag sei der Hubschrauber in der Luft. Im Dreischichtsystem.

Von Ulrike Gawande

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