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Oberhavel Polizei bestätigt: Fund ist radioaktiv
Lokales Oberhavel Polizei bestätigt: Fund ist radioaktiv
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10:36 21.09.2017
Mehrere Feuerwehrleute legten sich Schutzanzüge an, um den gemeldeten Gegenstand zu bergen. Quelle: Julian Stähle
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Leegebruch

Große Aufregung am Mittwochabend in Leegebruch: Ein 64-jähriger Schrottsammler hat einen 1,3 Kilogramm schweren radioaktiven Gegenstand in der Leegebrucher Sandstraße gemeldet, der bei Ausgrabungsarbeiten im Garagenbereich eines Einfamilienhauses ans Tageslicht gelangte.

Kurz nach 19 Uhr fuhren in der Gemeinde mehrere Wagen der Feuerwehr und Polizei vor, um die Situation zu überprüfen, das Fundstück zu bergen und Probemessungen vorzunehmen.

Ein 64-jährige Schrottsammler aus der Leegebrucher Sandstraße findet einen metallähnlichen, etwa faustgroßen Gegenstand mit einem Gewicht von etwa 1,3 Kilogramm. Statt den Fund der Polizei zu melden, untersucht der 64-Jährige diesen erst einmal selbst und vergleicht ihn mit Bildern im Internet. Am Abend des 20. September (Mittwoch) verständigt er schließlich die Feuerwehr und löst damit einen Großeinsatz in Leegebruch aus. Quelle: Julian Stähle

Zunächst vor Ort waren zwei Feuerwehrautos aus Oranienburg (ein Gerätewagen Messtechnik sowie ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) sowie zwei Feuerwehrwagen der Leegebrucher Wehr (ein Löschgruppenfahrzeug sowie ein Tanklöschgruppenfahrzeug). Gleich mehrere Mitglieder der Feuerwehr legten im Bereich der Geschwister-Scholl-Straße, Ecke Sandweg Schutzanzüge an und bereiteten sich auf einen Einsatz vor. Die Polizei hatte einen Sperrbereich eingerichtet. Dieser war mit rot-weißem Flatterband markiert. Darüber hinaus kümmerte sich die Polizei vor Ort um verkehrstechnische Maßnahmen.

Polizeisprecher Toralf Reinhardt bestätigte am späten Mittwochabend den Einsatz in Leegebruch: „Es handelt sich dabei um einen gefahrenabwehrenden Einsatz der Feuerwehr, den die Polizei mit entsprechenden Verkehrs- und Absperrmaßnahmen unterstützt“, erklärte er. Im betreffenden Bereich in Leegebruch sei bei Grabungen ein metallener, atypischer Gegenstand gefunden worden. Die Feuerwehr habe nach der Meldung die gefahrenabwehrenden Maßnahmen festgelegt. Später wurde dann bekannt, dass es sich bei dem Fundstück um einen etwa faustgroßen silberfarbenen Gegenstand handeln soll.

Zum Einsatz kam vor Ort auch ein Geigerzähler. Quelle: Pascal Rausch

Gegen 20.15 Uhr wurde der Sperrkreis bereits wieder aufgehoben, nachdem der Gegenstand in einem Spezialbehälter gesichert wurde. Im Bereich der Geschwister-Scholl-Straße hatte die Feuerwehr einen Dekontaminationsbereich eingerichtet. In diesem wurden sowohl die eingesetzten Feuerwehrkameraden als auch Bewohner der im Sperrkreis befindlichen Häuser, die zur Sicherheit geräumt worden waren, auf radioaktive Spuren untersucht. Wie es hieß, habe niemand vom Rettungsdienst behandelt werden müssen, es bestehe keine Gefahr für Leib und Leben von Anwohnern. Der Einsatz war damit jedoch noch nicht beendet.

Finder verweigert Angaben zum genauen Fundort

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des „Unerlaubten Umgangs mit radioaktiven Stoffen“ gemäß § 328 StGB eingeleitet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat der Finder den Gegenstand bereits vor einigen Tagen gefunden und mit Bildern im Internet verglichen. Am gestrigen Abend hatte er dann die Feuerwehr verständigt. Eine Kontamination wurde bei keiner der überprüften Personen gemessen.

Nicht ausgeschlossen wird derzeit ein Zusammenhang mit der früheren Geschichte Oranienburgs (Auer-Werke). Der Finder verweigerte bislang Angaben zum genauen Fundort und machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch


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