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Polizei schnappt Einbrecher-Bande

Kriminalität in Velten Polizei schnappt Einbrecher-Bande

Zuletzt waren Einbrecher in einige Geschäfte und öffentliche Einrichtungen in der Ofenstadt eingedrungen und hatten teils erheblichen Schaden angerichtet. Zwei von ihnen könnten nun gefasst sein. Dennoch: Die Einbruchszahl in Velten war zuletzt nicht besonders hoch.

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Einbrecher suchten in Velten vor allem Geschäfte heim.

Quelle: dpa

Velten. In den vergangenen Monaten hatte es in Velten etliche Einbrüche in Geschäft und öffentliche Einrichtungen gegeben. Unter anderem stiegen Einbrecher in Karl-Dietmar Plentz’ neue Bäckerei im frisch sanierten Bahnhof ein, in den neuen Indoor-Spielplatz „Veltinchen“, das Veltener Ofenmuseum oder das Bürgerhaus in Velten-Süd. Zumindest für einen Teil der Einbrüche könnte ein Duo verantwortlich sein, das sich derzeit in Untersuchungshaft in der JVA Wulkow befindet. Sie wurden nach MAZ-Informationen auf frischer Tat ertappt.

„Vielleicht haben Sie schon gemerkt, dass die Zahl der Einbrüche wieder zurückgegangen ist“, erklärte Stefan Boye, Leiter der Hennigsdorfer Polizeiwache, am Dienstag im Veltener Ausschuss für Sicherheit und Ordnung dazu. Boye, der auf dem Termin die alljährliche Polizeibilanz vorstellte, wies allerdings darauf hin, dass es sich um ein laufendes Verfahren handele und er vorerst noch nicht mehr zu den Einbrechern sagen könne.

Generell sei sein Eindruck bei den meisten Einbrüchen im Landkreis, dass professionelle Täter am Werk seien, die gewerbsmäßig in Häuser einsteigen. In Velten scheint das – entgegen dem Bauchgefühl der Ofenstädter – aber nicht vermehrt der Fall zu sein: zwölf Wohnungseinbrüche gab es im vergangenen Jahr, genauso viele wie im Vorjahr. In anderen Speckgürtel-Gemeinden im Landkreis sieht das ganz anders aus. „Hohen Neuendort etwa hatte um die 125 Wohnungseinbruchdiebstähle, in Birkenwerder sieht es nicht viel besser aus“, erklärte Stefan Boye. Auch die Zahl der Einbrüche in Gewerbeeinrichtungen ist in Velten nur leicht gestiegen: Gab es 2014 genau 42 Fälle, waren es ein Jahr später 45.

Der ehemalige Stadtverordnete Ekkehard Espenhayn (Linke) aus dem Publikum wollte wissen, was man gegen diese Einbrüche tun könne, immerhin sei in zwei Geschäften großer Schaden angerichtet worden. „Kann man da irgendwie in Gegenwehr gehen, bevor so etwas passiert?“ Wachenleiter Stefan Boye antwortete, dass seine Kollegen von der Prävention auch Eigentumssicherungsberatung anbieten, so könnten sich Gewerbetreibende oder Eigenheimbesitzer einen Überblick über Sicherungsmaßnahmen verschaffen. Neben sicheren Fenstern und Türen seien vor allem Alarmanlagen wichtig. Diese sei aber in einem ihm bekannten Geschäft in Velten beim Einbruch nicht vorhanden gewesen. „Eigentum verpflichtet auch, die Verantwortung kann nicht nur in Richtung der staatlichen Organe weitergegeben werden“

Auch Frank Steinbock, Ausschussvorsitzender und pensionierter Polizist, appellierte an Inhaber von Geschäften, nicht am Geld für Alarmanlagen zu sparen. „Damit kann man den Banditen richtig das Leben erschweren.“

Von Marco Paetzel

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