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Polizei überwältigt verschanzten Bewaffneten

Er jagte einen Mann durch Großmutz Polizei überwältigt verschanzten Bewaffneten

Ein bewaffneter Mann hat sich am Montagabend in einem Haus in Großmutz der Gemeinde Löwenberger Land (Oberhavel) verschanzt. Er soll eine Handfeuerwaffe bei sich gehabt und zuvor einen im Ort lebenden Ausländer bedroht und verfolgt haben. Die Polizei überwältigte den Mann, der den beschaulichen Ort schon länger in Angst versetzt.

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Ein großes Polizeiaufgebot am Montagabend in Großmutz.

Quelle: Julian Stähle

Großmutz. Große Aufregung in Großmutz. In dem kleinen 250-Seelen-Ort im Löwenberger Land hatte sich am Montagabend eine männliche Person mit einer Handfeuerwaffe in einem Haus verschanzt. Stefan F., ein Mann mittleren Alters, soll nach Auskunft von Einwohnern in der Vergangenheit bereits mehrfach dadurch aufgefallen sein, dass er bewaffnet umher lief und wahllos Leute bedrohte. Nicht wenige Großmutzer sollen Angst gehabt haben, F. zu begegnen und mieden es, seinem dem Haus am Dorfanger in unmittelbarer Nähe der Dorfkirche zu nahe zu kommen. Erst Ende vergangener Woche, so wurde berichtet, habe F. bereits eine in Großmutz lebende ältere Frau bedroht und sie sogar gewürgt.

Polizei riegelt das Gelände ab – Bewohner evakuiert

Am Montagabend nun soll Stefan F. nach Zeugenaussagen einen in Großmutz ansässigen Ausländer bedroht und ihn „durch das halbe Dorf getrieben haben.“ Zeugen hätten laute Schreie gehört und daraufhin die Polizei alarmiert. Der Mann zog sich unterdessen auf sein Grundstück zurück. Weil bekannt war, dass er bewaffnet ist, wurde ein Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Potsdam nach Großmutz in Marsch gesetzt. Einsatzkräfte der Polizei, die mit mehreren Fahrzeugen in Großmutz präsent waren, riegelten das Gelände um das Grundstück des Mannes weiträumig ab, evakuierten die Bewohner eines Nachbarhauses und bezogen Stellung, unter anderem hinter der nahen Kirchen- und Friedhofsmauer. Der Mann soll unterdessen auf der Treppe vor seinem Haus gesessen und von dem Geschehen vor seinem Haus nichts viel mitbekommen haben.

Beamte untersuchten das Elternhaus des Mannes  und sperrten es für etwaige Untersuchungen am Dienstag ab

Beamte untersuchten das Elternhaus des Mannes und sperrten es für etwaige Untersuchungen am Dienstag ab.

Quelle: Julian Stähle

Als er das Grundstück schließlich mit seinem Fahrrad verlassen wollten, griffen die Polizeibeamten zu. Das SEK war zu dieser Zeit noch nicht eingetroffen. Zeugen berichten, dass sie gehört hätten, wie die Polizei den Mann aufforderte auf die Knie zu gehen. Der Tatverdächtige, so hieß es, habe schnell überwältigt werden können. Ihm seien die Hände gefesselt worden und dann sei er in Begleitung dreier Polizisten mit einem Streifenwagen weggefahren worden. Nach ersten Informationen soll er unter Alkoholeinfluss gestanden haben (1,1 Promille). Es werde seitens der Polizei davon ausgegangen, dass der vorangegangene Übergriff keinen fremdenfeindlichen Hintergrund hat.

Seit dem Tod seiner Eltern hatte der Mann, der wegen vieler Straftaten bereits bekannt ist, allein in diesem Haus gewohnt

Seit dem Tod seiner Eltern hatte der Mann, der wegen vieler Straftaten bereits bekannt ist, allein in diesem Haus gewohnt.

Quelle: Julian Stähle

In der Haustür des Täters steckte ein Messer

Auch der Hund des Mannes, der nach Auskunft von Einwohnern des Dorfes stets lauf gekläfft habe und der ziemlich verwahrlost gewesen sein soll, wurde abgeholt. In der Haustür des Täters, so war zu erfahren, soll ein Messer gesteckt haben. Zudem seien weitere Waffen in dem Gebäude gefunden und sichergestellt worden.

Der Mann soll das Haus seiner Eltern nach dem Tod des Vaters im vergangen Jahr allein bewohnt haben. Nach dem Zugriff, der gegen 21.45 Uhr erfolgte, zog langsam wieder Ruhe im Dorf ein. Viele Einwohner zeigten sich über die Festnahme des Mannes erleichtert. Nach ihrer Aussage soll F. wegen zahlreicher Delikte vorbestraft sein – unter anderem wegen schwerer Körperverletzung, Diebstahls, Messerstechereien und Vergewaltigung.

Beamte sperren  das Elternhaus des Tatverdächtigen ab

Beamte sperren das Elternhaus des Tatverdächtigen ab.

Quelle: Julian Stähle

Von Bert Wittke

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