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Oberhavel Polizeichef: „Wir haben nicht rumgemauschelt“
Lokales Oberhavel Polizeichef: „Wir haben nicht rumgemauschelt“
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00:40 13.09.2015
Kreissprecher Ronny Wappler (l.) verschaffte den Einwohnern Gehör. Quelle: Foto: Helge Treichel
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Birkenwerder

Wird die Zahl der Wohnungseinbrüche sprunghaft steigen? Sollten junge Frauen ihre Reize jetzt besser verhüllen? Wie werden die Flüchtlinge betreut, die in Birkenwerder schon angekommen sind und in Zukunft ankommen? Fragen wie diese wurden am Dienstag während einer Informationsveranstaltung mit Landrat, Polizeichef und Schulamtsvertreter gestellt und beantwortet (MAZ berichtete).

Seit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen 2013 werde das Kriminalitätsgeschehen im Zusammenhang mit Zuwanderung „intensiv beobachtet“, sagte Lars Borchardt, Leiter der Polizeiinspektion Oberhavel. Das Vorurteil oder die Befürchtung, dass Asylbewerber Straftaten begehen, „ist aus Sicht der Polizei nicht zutreffend“, so Borchardt. Von den insgesamt 150 Straftaten in den Jahren 2013/14 in der Gemeinschaftsunterkunft in Stolpe-Süd hätten sich knapp 100 innerhalb des Objektes abgespielt. Dabei gehe es zum Beispiel um das TV-Programm oder darum, wer die Waschmaschine benutzen darf. Und das wiederum sei dem Zusammenleben von so vielen Menschen verschiedener Herkunft und Religion zuzuschreiben.

In Lehnitz seien bislang insgesamt 26 Straftaten aufgenommen worden, auch einige außerhalb des Wohnobjektes. Aber das Gerücht, wonach Polizei und Landkreis nicht gegen Ladendiebe vorgehen beziehungsweise eine Schweigeprämie zahlen „ist Unsinn“, sagte Borchardt. Asylbewerber würden wie alle anderen Einwohner des Landkreises behandelt.Landrat Ludger Weskamp (SPD) bekräftigte seinerseits, dass keine Schweigeprämie gezahlt werde. In der Unterkunft in Birkenwerder seien bislang keine Straftaten bekannt geworden, so der OHV-Polizeichef.

Für Erstaunen und Befremden bei den Verantwortlichen sorgte die Aussage einer Frau aus Birkenwerder, wonach es in der Gesamtschule eine Belehrung gab, Mädchen mögen auf bauchfreie Mode oder Hotpants verzichten. Dafür gäbe es weder eine offizielle Grundlage noch einen Anlass, sagten Landrat und Polizeichef übereinstimmend. Vehement trat Borchardt zudem Zweifeln an der Polizeistatistik entgegen. „Wir haben nicht rumgemauschelt“, sagte er einem verärgerten Einwohner.

Der Landkreis stelle nicht nur den vorgeschriebenen Sozialarbeiter je 120 Asylbewerber, sondern zusätzlich einen Betreuer, informierte Fachbereichleiter Johannes Kühl.

Von Helge Treichel

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