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„Presto“ rappt um Plattenvertrag

Schildower braucht Unterstützung „Presto“ rappt um Plattenvertrag

Er ist nicht bei DSDS und nicht bei „Voice of Germany“, aber beim Hip-Hop-Wettbewerb "Raptags": „Presto“ alias Martin W. aus Schildow hat es dort bis ins Halbfinale geschafft. Der 23-Jährige hat dafür einen Song zum Thema Flüchtlinge aufgenommen. Titel: „Feuermelder“. Damit hat er gute Chancen auf die nächste Runde – aber nur, wenn jetzt noch kräftig gevotet wird.

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„Presto“ hofft auf einen Plattenvertrag. Er macht als Rapper Musik.
 

Quelle: Privat

Oberhavel, . Sie sind nicht bei DSDS und nicht bei „Voice of Germany“ – Hip-Hop-Musiker feiern ihren eigenen Wettbewerb namens „Raptags“: Das Label Chapter ONE/Universal Music und der Musikvertrieb Spinnup suchen derzeit „das größte, noch unentdeckte Rap-Talent“. Gute Chancen auf den Titel hat „Presto“ alias Martin W. aus Schildow. Der 23-Jährige hat sich aus mehr als 500 Bewerbern unter die besten Zehn emporgearbeitet. Das gab ihm die Chance, mit einem selbst geschriebenen Song ins Studio zu gehen. Das Ergebnis, der Titel „Feuermelder“, ist auf Youtube zu hören und zu sehen.

Jede Stimme zählt: JETZT für "Presto" abstimmen

Über Spinnup werden alle Wettbewerb-Tracks auch bei Spotify, Napster, iTunes und Co. veröffentlicht. Jeder kann mit seiner Stimme mitentscheiden, welcher Künstler bei Raptags seine Karriere starten wird: Der Gewinner des Contests bekommt einen Plattenvertrag über ein Album bei Chapter ONE.

Der Wettbewerb

Insgesamt neun junge Künstler stellen sich in Hip-Hop-Wettbewerb Raptags dem Voting der Zuhörer: Abija, A.D.S, Frustra, Jahmica, Jazz James, Nanik, Nima, Osiriz und Presto.

Die Rapper wurden bei den Studioaufnahmen mit Busy und KD Supier im TrueBusyness Studio in Berlin begleitet und Visa Vie hat sie alle interviewt.

Der Titel von Presto ist schon deshalb bemerkenswert, weil er sich einem ganz heißen Gegenwartsthema widmet – den Flüchtlingen in Deutschland. „Braucht euch nicht zu beschweren, dank den Kindern die sterben, denn wer Waffen sät, wird auch Flüchtlinge ernten“, rapt er unter anderem zu den Beats. Das Thema beschäftige ihn sehr, sagt er. „Ich habe viele Freunde, die als Flüchtlinge hergekommen sind.“ Deshalb sei er auch gleich hingegangen, als kürzlich die Asylbewerber in der Schildower Notunterkunft angekommen sind. Sein Fazit nach ungezählten Gesprächen: „Das sind Leute wie du und ich.“

„In meinem Song geht es deshalb um ,besorgte Bürger’, die ich auf die Schippe nehme“, sagt er. Es gehe darum, den Leuten einen Spiegel vors Gesicht zu halten und zu vermitteln, wie lächerlich ihre Vorbehalte und Vorurteile sind. Die schlussendliche Botschaft des Titels: „Mensch ist gleich Mensch!“

Mit diesem Titel zeige er eine andere künstlerische Seite. Denn eigentlich sei der so genannte Battle-Rap seine Königsdisziplin. Aber er beschäftige sich eben auch mit Politik, informiere sich über den Stand der Dinge. „Als Künstler hat man heutzutage die Pflicht, auch mal so eine Message zu verbreiten und zu so einem Thema Stellung zu beziehen“, ist Presto überzeugt. Im normalen Leben befindet sich der gebürtige Oranienburger im zweiten Lehrjahr zum Kaufmann für Marketingkommunikation. Für sein Abi hat er am Louise-Henriette-Gymnasium und am Oranienburger Georg-Mendheim-OSZ die Schulbank gedrückt. Schon als Teenager begann er zu rappen, gemeinsam mit seinem besten Freund. Zehn Jahre ist das jetzt her. Der Freund hat die einstige Leidenschaft aufgegeben. Für ihn aber sei die Zeit jetzt reif für das nächste Level: Mehr Bekanntheit und ein eigenes Album.

Dafür allerdings bracht der junge Musiker, der bereits eine relativ große Hörerschaft hat und im Berliner Umland durchaus schon einem größern jungen Publikum bekannt ist, möglichst viele Unterstützer. Denn das Volk potenzieller Zuhörer und Plattenkäufer entscheidet, ob Presto gemeinsam mit vier seiner Mitbewerber ins Finale kommt. Dort entscheidet dann eine Jury, wer den Plattenvertrag abstaubt. Fürs Halbfinale gevotet werden kann hier: http://raptags.16bars.de. Die Zeit wird langsam eng für die Wettbewerbsteilnehmer. Nur bis zum 18. November läuft die Abstimmung noch.

Für Presto ist die ganze Sache mehr als ein Wettbewerb. „Der Song liegt mir am Herzen“, sagt er. „Ich wollte ein Zeichen setzen.“

 

Von Helge Treichel

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