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Oberhavel Priorität für sieben Vorhaben festgelegt
Lokales Oberhavel Priorität für sieben Vorhaben festgelegt
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00:53 09.03.2018
Heimatschule Menz. Quelle: Reimund Alheit
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Gransee

Sieben neue Vorhaben zur Förderung des ländlichen Raumes stehen auf der Liste des Amtes Gransee. Fördermittel in einer Höhe von 1,5 Millionen Euro sollen dafür beim Ministerium für ländliche Entwicklung beantragt werden. Der Amtsausschuss befürwortete am Montag die Reihenfolge der Antragstellung.

Priorisierung hinterfragt

Ein formaler Akt, der jedoch in der Einwohnerfragestunde von Mario Ledderhose vom Dorfverein Menz hinterfragt wurde. „Die Gemeindevertretungen beschließen die Maßnahmen“, so sein Argument. Eine Priorisierung sei nicht erforderlich, sogar unsinnig, weil die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Obere Havel letztlich darüber entscheide, für welches Projekt Fördermittel beantragt werden.

Verwaltung begründet Prioritätenliste mit Kapazitätsgrenze

Die LAG bewerte die Anträge, erstelle jedoch keine Prioritätenliste, erklärte Amtsdirektor Frank Stege (CDU). Die Kapazitäten für die Abarbeitung der Anträge in der Verwaltung seien jedoch begrenzt. Fünf Gemeinden würden sich eine relativ kleine Verwaltung teilen. Mario Gruschinske (SPD), Bürgermeister von Gransee bestätigte, dass man sich gemeinsam bemühe. „Wir machen es uns nicht leicht“, sagte er.

Mario Ledderhose war mit dieser Erklärung nicht zufrieden. Tatsächlich ist der von der Gemeindevertretung beschlossene Umbau der Alten Schule Menz mit 300 000 Euro das zweitgrößte Vorhaben, steht aber jetzt auf dem vorletzten Platz der Prioritätenliste. Es könne also passieren, dass die zur Verfügung stehenden Mittel der bis 2020 dauernden Förderperiode dafür nicht ausreichen, so seine Befürchtung.

Beantragt und bewilligt

Auf der Liste des Amtes Gransee stehen nun: in Seilershof der Umbau eines Gebäudes zum Dorfgemeinschaftshaus, ein Spielplatzneubau in Wendefeld, der Neubau einer Trauerhalle auf dem Friedhof in Gransee, der Neubau eines Dorfgemeinschaftshausees in Baumgarten, der Umbau eines Gebäudes in Buberow zum Dorfgemeinschaftshaus, der Umbau der Alten Schule Menz und der Gehweg-Ausbau in Kraatz. Beantragt sind bereits Mittel für die Trauerhalle in Dannenwalde, für den Dorfgemeinschaftsplatz in Sonnenberg und für den Spielplatz in Neuglobsow. Die Investitionssumme beträgt 341 000 Euro. Bereits bewilligt sind private (insgesamt 425 000 Euro) sowie gemeindliche Vorhaben (353 000 Euro).

Andere Fördermöglichkeiten im Blick

Wie Amtsdirektor Frank Stege informierte, gab es erste Gespräche mit der Förderbehörde, die Mittel aus dem Programm Gemeinschaftsaufgabe Küstenschutz (GAK) vergibt. Es ist denkbar, dass sich das Budget dadurch erhöht. „Perspektivisch wollen wir alle Vorhaben umsetzen“, versicherte er.

Dafür ist die Geduld derer gefragt, die in ihrem Ort etwas für die Gemeinschaft tun wollen und dafür finanzielle Unterstützung brauchen. Denn der Weg vom Beschluss im Ortsbeirat über die Gemeindevertretung zum Amtsausschuss und zur LAG ist lang. „Wir haben schon 2016 über die Möglichkeit eines Förderantrags gesprochen“, so Mario Ledderhose. Er bedauert, dass in dieser Sache „wenig Kommunikation“ stattgefunden habe.

Von Martina Burghardt

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