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Oberhavel Problem gelöst!
Lokales Oberhavel Problem gelöst!
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00:20 18.12.2017
Die Helfer in Aktion. Quelle: Heike Bergt
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Bernöwe

Marlies Lehmann schluckt. Sie steht ganz still am Straßenrand und ist glücklich. „Dass mir so schnell jemand hilft, hätte ich nie erwartet. Ich habe nicht mehr an Hilfe geglaubt“, sagt sie. „Ich werde mich noch bei allen mit Kaffee und Kuchen bedanken“, sagt sie.

Marlies Lehmann überglücklich. Quelle: Heike Bergt

Am 6. Dezember erreichte ihr Hilferuf das MAZ-Lesertelefon. Ihr Haus in der Dorfstraße 11a in Bernöwe ist nach dem vielen Regen des Sommers unerreichbar. Die kleine Zufahrt an einem Kanal hat riesige Schlammlöcher. Der Gaslieferant hatte bereits abgesagt, nachdem sich die Grubenabfuhr am 15. November dort festgefahren hatte und mit Treckern herausgezogen werden musste (MAZ berichtete).

Lange habe sie mit sich gerungen, wo sie Hilfe finden könnte, sagt die Bernöwerin, die ihren Lebenspartner pflegt, der an Parkinson und Demenz erkrankt ist. Die Grube sei seit Wochen voll, „der Gastank so gut wie leer. Ich habe nur noch das Wohnzimmer beheizt. Ich wusste mir keinen Rat mehr. Ich habe nicht mehr an Hilfe geglaubt.“

Um so beeindruckter war sie über die Helfer. Und die rückten am Freitag am frühen Nachmittag ganz unkompliziert an. Da war Kevin Dohse, Bereichsleiter Schüttgüter beim Unternehmen Havelbeton an der Lehnitzschleuse in Oranienburg. Der dortige Chef Pierre Neumann hatte gerade in dieser Woche Geld an die Kita Leuchtturm übergeben. „Es war für uns keine Frage, hier schnell zu helfen“, so Kevin Dohse. Der Fuhrbetrieb Seeger, der seit Jahren für Havelbeton auf Achse ist, brachte gestern 26 Tonnen Sand-Kies-Gemisch. „Eine RC Tragschicht. Die hat Zementanteile und verfestigt sich. Darauf kann man dann gut fahren“, erklärt Kevin Dohse, der sich sichtlich freut, geholfen zu haben. Und bedauert noch, dass die Hilfsbereitschaft irgendwie immer mehr auf der Strecke bleibe.

26 Tonnen Material waren flugs abgeladen. Quelle: Heike Bergt

Wenig später rückt der nächste Lkw an. Auf dem Hänger einen Sechs-Tonnen-Radlader, den haben Daniel Urack und Martin Gädt in fünf Minuten abgeladen. Daniel Urack ist Inhaber der Baumaschinenvermietung in Oranienburg – mit Faible für Illumination. Er beleuchtet zur Lichternacht immer Gebäude in der Stadt. Er steigt ins Fahrzeug und los geht’s. Schaufel für Schaufel schiebt er das Material breit. „Ich habe auf Facebook vom Hilferuf gelesen und mir gesagt, das kriegen wir doch hin.“

Nach einer Stunde Arbeit war der Weg wieder befahrbar und Marlies Lehmann den Tränen nahe. Sie will nun gleich am Montag Gas und Abfuhr bestellen.

Daniel Urack schob das Material mit schwerem Gerät glatt. Quelle: Heike Bergt

Von Heike Bergt

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