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Produktion statt Supermarkt

Velten Produktion statt Supermarkt

Die Veltener Martin Bruch Haustechnik GmbH richtet ihren neuen Firmensitz inklusive Produktionsstätte im ehemaligen Lidl-Markt an der Pinnower Chaussee ein. CDU-Bundes- und Landespolitiker sowie der Stadtverband der Christdemokraten informierten sich am Mittwochnachmittag über die Investition.

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Geschäftsführer Andreas Bruch stellte den CDU-Politikern die künftige Fertigungshalle für Normbäder vor.

Quelle: Kugler

Velten. Dort, wo einst Lebensmittel in den Einkaufswagen gelegt wurde, wird ab Ende Mai produziert. Die Martin Bruch Haustechnik GmbH hat im vorigen Herbst den leerstehenden ehemaligen Lidl-Markt an der Pinnower Chaussee in Velten erworben und baut ihn zum Firmensitz um. „Wir stellen uns hier gut für die Zukunft auf“, sagte Firmenchef Andreas Bruch am Mittwochnachmittag beim Besuch von CDU-Politikern auf der Baustelle.

Der Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler und der Landtagsabgeordnete Frank Bommert sowie Marcel Ruffert vom CDU-Stadtverband erfuhren, dass das 1904 gegründete Veltener Familienunternehmen mit der Auftragslage gegenwärtig sehr zufrieden ist. Vor allem aus dem Wohnungsbau in Berlin und Brandenburg kommen viele Aufträge für die Haustechnik-Spezialisten. Daneben ist die Firma aber auch an Großprojekten wie dem Bau der U-Bahn-Linie 5 in Berlin beteiligt. Dort verlegt sie die Grundleitungen für das Abwasser und die Feuerlöschleitungen. Am Bau von Krankenhäusern, Wohnheimen und Einkaufszentren sind die Veltener mit ihren Heizungs-, Sanitär und Klimainstallationen beteiligt. „Derzeit haben wir 65 Beschäftigte“, erklärte Geschäftsführer Bruch.

In dem ehemaligen Supermarkt hat das Unternehmen künftig neben Büros auch Produktionsstätten. So werden dort Normbäder unter anderem für Wohnhäuser gefertigt. Die Vorfertigung reduziere Bauzeiten bei Projekten um bis zu zwei Monate, so Bruch.

Seinen alten Standort in der Mühlenstraße will der mittelständische Betrieb aufgeben. Auf Nachfrage des CDU-Bundestagsabgeordneten Feiler bestätigte der Firmenchef, dass es auch die Veltener Firma schwer habe, Fachkräfte zu finden. Feiler sprach von „Überakademisierung“, die duale Berufsausbildung werde nicht mehr genug geschätzt.

Velten sei von der Lage her für Gewerbeansiedlungen prädestiniert, schätzte der Bundestagsabgeordnete ein. Dem stimmte der Firmenchef zu. Die gute Verkehrsanbindung sei für die ganze Logistik von großem Vorteil. Uwe Feiler erklärte, dass auch die Wiederherstellung des S-Bahn-Anschlusses auf einem guten Weg sei. In den CDU-Papieren zur Verkehrspolitik sei Velten mit drin. Feiler äußerte sich zuversichtlich, dass der S-Bahn-Anschluss in einem überschaubaren Zeitraum erfolgen werde.

In den ersten Büros am neuen Standort haben die Beschäftigten schon die Arbeit aufgenommen. Ende Mai soll die Normbäder-Produktion des Veltener Familienunternehmens starten.

Von Heiko Hohenhaus

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