Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Puhdys auf Abschiedstour
Lokales Oberhavel Puhdys auf Abschiedstour
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 12.07.2015
3000 Fans feierten die Puhdys beim Konzert in Fürstenberg. Quelle: Halling
Fürstenberg

Der 10. Juli 1970 war ein Freitag und im Klubhaus Fürstenberg waren die Puhdys angekündigt. Eine junge Band, noch relativ unbekannt. Die Jungs mit den langen Haaren spielten Rock. Etwa 100 Zuhörer waren gekommen. Viel mehr passten nicht in die „Alte Bornmühle“.

Der 10. Juli 2015 war ein Freitag und im Schlosshof Fürstenberg spielten die Puhdys. Eine Band mit Geschichte. Die Männer mit den kürzeren, etwas lichteren Haaren spielten Rock. Vor 2997 Fans und drei Besuchern, die zufällig da waren, weil sie mit ihrem Floß in Fürstenberg gestrandet waren. „Wir kommen aus Süddeutschland, wir kennen die Band nicht, aber wir sind gespannt“, sagte einer.

Zur Eröffnung des Wasserfestes spielten die Puhdys ein letztes Mal in Oberhavel. Das Abschiedskonzert war ein Geschenk von Schlossbesitzer Gerd Schulz an die Wasserstadt und ihre Einwohner. „Wir bedanken uns für die Geduld und das Verständnis, mit dem die Fürstenberger die Schlosssanierung, die sich schon viel zu lange hinzieht, begleiten“, erklärte er. Das historische Prunkstück an der B 96 verharrt seit Jahren in der Position einer Dauerbaustelle. Was im Schlosshotel, das es einmal werden soll, möglich wäre, davon sollte dieser Abend einen Eindruck vermitteln. Eine riesige Bühne hatten die Techniker hinter dem Haus in das Gelände gebaut. Direkt neben die alte Eiche, als Referenz an eines der bekanntesten Lieder der Puhdys: „Alt, wie ein Baum“. Keyboarder Peter Meyer hatte im Vorab-Interview versprochen, „in Fürstenberg wird es knallen“. Und so kam es. Nicht nur auf der Bühne.

Vor 3000 begeisterten Fans im Fürstenberger Schlosshof gaben die Puhdys am Freitag ihr Abschiedskonzert. Quelle: Uwe Halling
Vor 3000 begeisterten Fans im Fürstenberger Schlosshof gaben die Puhdys am Freitag ihr Abschiedskonzert. Quelle: Uwe Halling

Auf dem Ausstieg des Mittelrisalits hatten sich die Geburtstags-Schützen (250 Jahre) mit ihrer Kanone aufgebaut und noch vor dem ersten Gitarren-Riff für einen Donnerhall gesorgt. Dann übernahmen die fünf Musiker und das Publikum war mittendrin in einer Zeitreise durch 46 Jahre Musikgeschichte. Mit „Melanie“, „Es war schön“ und „Hey, wir woll’n die Eisbär’n sehen“.

Vor 3000 begeisterten Fans im Fürstenberger Schlosshof gaben die Puhdys am Freitag ihr Abschiedskonzert. Quelle: Uwe Halling

„Mit diesen Männern bin ich aufgewachsen“, sagte Alfred Karbowiak. Als die Puhdys damals im Klubhaus spielten, war er 19. Insgesamt fünf Mal standen sie während ihrer langen Karriere auf einer Bühne in der Wasserstadt. Anfang der 1990er Jahre, als das sowjetische Militär abzog, spielten sie im alten Stadion. „Mit ihrem Abschied geht ein Stück Erinnerung“, so der Hausmeister vom Schloss. Schon vor dem Konzert hatte er Dieter „Maschine“ Birr“ und die anderen um ein Autogramm gebeten. 45 Jahre nach ihrem Einstand an der Havel signierten sie das alte Klubbuch, in dem ihnen eine Seite gewidmet ist. Fast zwei Stunden spielten und sangen die Puhdys am Freitag für die Fürstenberger. Als „Alt wie ein Baum“ erklang, gingen die Hände der 3000 in die Höhe und die Stimmen fügten sich zum Chorgesang.

Alfred Karbowiak mit dem alten Klubbuch. Die Puhdys haben es 45 Jahre nach ihrem ersten Auftritt in der Wasserstadt signiert. Quelle: Uwe Halling

Von Cindy Lüderitz

Oberhavel Innung mit Nachwuchssorgen - Keiner will mehr Tischler werden

Die Auftragsbücher der Firmen in Oberhavel sind gut gefüllt, es fehlt an Tischlern. Das macht der Innung Sorgen. Es fehlt an Azubis, die den Beruf lieben und ausfüllen. Zur Gesellenprüfung am Sonnabend in Kremmen traten nur 13 Lehrlinge an, einige von ihnen kamen aus der Prignitz.

12.07.2015
Oberhavel Oberhavel: Polizeibericht vom 12. Juli - 22-Jähriger unter Kokain am Steuer

+++ Oranienburg: Audi nach Kokain durchsucht +++ Velten: Feuer im Garagenkomplex +++ Lehnitz: Einbruch in zwei Häuser +++ Borgsdorf: Betrunken im Sattel +++ Hennigsdorf: Aus Motorrad geklaut +++ Menz: Polizeiprävention auf Campingplätzen +++

12.07.2015
Polizei Konzentriert auf das Navi - Autofahrer kracht in den Gegenverkehr

Schon in der Fahrschule lernt man, dass die volle Konzentration im Auto der Straße gilt. Ein Autofahrer hat diesen Hinweis wenig Ernst genommen und ist frontal gegen ein Auto im Gegenverkehr gekracht. Er hatte zuvor mit seinem Navigationsgerät hantiert. Vier Menschen kamen ins Krankenhaus.

11.07.2015