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Radeln für den Klimaschutz

Bürgermeister bilanziert Bemühungen Radeln für den Klimaschutz

Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung und der Klimaschutzbeauftragte Malte Stöck ziehen eine Halbzeitbilanz des Klimaschutzmanagements in der Stadt Hohen Neuendorf. Auch wenn es noch viel zu tun gebe, fällt ihr Fazit positiv aus.

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Noch nicht optimal: Bürgermeister Hartung und Malte Stöck zeigen die Macken des Fahrradstellplatzes vor dem Rathaus.

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. Die Stadt will seit vielen Jahren der „grüne i-Punkt“ von Berlin sein, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Die Linke). Eine der sieben „Leitplanken“ des Leitbildes befasst sich mit dem Thema Ökologie, das Malte Stöck im Rathaus hauptamtlich bearbeitet. Seit September 2014 ist der 37-Jährige Klimaschutzbeauftragter in der Stadt. „Die Verwaltung ist auch gewillt, das umzusetzen, was im Leitbild geschrieben steht“, sagt der Bürgermeister. Stöck sei „ein engagierter Mitarbeiter, der das Thema auch lebt“. Das gemeinsame Motto laute „Geht nicht, gibt’s nicht!“

Ein Drittel des Fuhrparks ist umweltfreundlich

Augenfällige Beispiele für die kommunalen Klimabestrebungen sind die drei mit Erdgas betriebenen Fahrzeuge im zwölf Kraftfahrzeuge umfassenden Fuhrpark der Stadt. Zum Bestand zählt außerdem ein komplett elektrisch betriebenes Auto. Zudem waren in Hohen Neuendorf erst im Mai vier Ladestationen für Elektroautos ans Netz gegangen – vor den drei S-Bahnhöfen im Stadtgebiet sowie vor dem Rathaus. Sie werden zu 100 Prozent mit Öko-Strom gespeist. Im Oktober hatte die Verwaltung zwei E-Bikes in Dienst gestellt, zwei Fahrräder mit Elektroantrieb. Im Zuge des Programms „emobility works“ ist für 2016 der Bau von E-Bike-Boxen vorgesehen. Darüber hinaus sollen den Einwohnern sowohl die E-Autos als auch die E-Bikes in einem Sharing-Modell zur Verfügung gestellt werden, kündigt Malte Stöck an. Denn eines sei klar: Ohne das Mitziehen der Bürgerschaft können die städtischen Bemühungen nur Stückwerk bleiben.

Neben der Elektromobilität ist die Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes ein wichtiges Thema. Bereits jetzt bietet Malte Stöck einen Energiecheck bei der Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern an. Um dieses Angebot zu verdeutlichen, seien gesonderte Sprechzeiten geplant, in einem eigenen Bürgerbüro im Bauamt. Denn so sehr die Stadt ihre eigenen Immobilien im Blick hat, „der Schwerpunkt des Verbrauches liegt natürlich bei den privaten Gebäuden“.

Netzwerk will Kompetenzen für Haussanierung bündeln

Um hier klare Ansprechpartner für die Einwohner anzubieten, wurde Mitte September dieses Jahres das „Netzwerk Zukunft Haus“ gegründet. Ziel sei es, Energieberater, Handwerker und Finanzierer wie Banken zusammenzubringen, erläutert Malte Stöck. Als Ansprechpartner fungiere er selbst (siehe Infokasten). Noch allerdings herrsche ein Mangel an Betrieben, die hochsparsame Geräte (Blockheizkraftwerk) oder die Technik zum Gewinnen von erneuerbaren Energien (Solarthermie) überhaupt installieren können.

Noch geplant sei das Gründen einer Radverkehrsgruppe. Die soll sich um alle Themen rund um einen sicheren und komfortablen Fahrradverkehr in der Stadt kümmern. „Eine Rad-AG ist ein Thema, das auch mir sehr am Herzen liegt“, sagt Bürgermeister Hartung, selbst passionierter Radfahrer. Anfang nächsten Jahres solle dazu eingeladen werden. „Wir müssen zehn bis 15 Aktivisten finden, die da mitmachen“, sagt er. Es gehe darum, die Stadt attraktiver für Radfahrer zu gestalten. Er selbst hat seit Juni übrigens 1232 Kilometer auf dem Tacho.

Stadt möchte Einwohner mit ins Boot holen

Die Hohen Neuendorfer Stadtverordnetenversammlung beschloss am 26. November 2015, das Aktionsprogramm Elektromobilität umzusetzen und finanzrelevante Maßnahmen in den jeweiligen Haushaltsplanungen zu berücksichtigen.

Malte Stöck ist der Klimaschutzbeauftrage der Stadt Hohen Neuendorf. Er ist telefonisch erreichbar unter  03303/52 81 30 oder per E-Mail unter stoeck@hohen-neuendorf.de.

Das Hohen Neuendorfer Energieteam trifft sich wieder am Montag, 18. Januar, von 18 bis 20.30 Uhr im Mehrzweckraum der Stadthalle.

Von Helge Treichel

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