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13:07 26.02.2018
Axel Fischer, neuer Schulleiter der Grundschule Niederheide. Quelle: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

Die Grundschule Niederheide hat einen neuen Schulleiter: Axel Fischer. Bereits im vergangenen Sommer nahm der 45-Jährige seine Tätigkeit auf, nachdem Vorgängerin Ilona Petrausch in den Ruhestand verabschiedet worden war. Er ist verantwortlich für 347 Kinder und 25 Lehrerkollegen.

Der Neue stammt aus Berlin und wohnt in Lübars. Wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet, kommt er mit dem Fahrrad nach Hohen Neuendorf. „Sport ist meine Leidenschaft“, sagt er. Sein Fachgebiet als Pädagoge allerdings ist die Geschichte, die er an der Technischen Universität Berlin auf Lehramt studierte. Dennoch war er bereits als Sportlehrer tätig. Das war ab 2002 an einer konfessionellen Privatschule im Stadtbezirk Prenzlauer Berg und liegt im damals noch vorhandenen Überschuss an Lehrkräften begründet.

Ideen prüfen – und umsetzen

Als an der Schule 2009 überraschend die Rektorenstelle frei wurde, übernahm er dort im Tandem mit einer Kollegin die Leitung. Die Arbeit in der Doppelspitze habe ihm das gute Gefühl vermittelt, „etwas auf den Weg gebracht zu haben“, sagt er. Viele Anregungen seien aus dem Kollegium gekommen. „Ich habe meinen Job darin gesehen, Ideen auf ihre Machbarkeit hin zu prüfen und umzusetzen.“ Als Beispiele nennt er das Konzept der „bewegten Schule“, Musik, Kunst und Schauspiel zum Fach „ästhetische Bildung“ zusammenzufassen – und den Schulhund.

Axel Fischer an seinem neuen Arbeitsplatz. Quelle: Helge Treichel

Nach einem Wechsel in der Geschäftsführung hätten sich die Arbeitsumstände jedoch drastisch geändert. Zwei Jahre später verließ Axel Fischer die freie Schule – in Richtung Hohen Neuendorf. Vor genau zwei Jahren nahm er an der Waldgrundschule seine Tätigkeit auf – von Anfang an mit der Maßgabe, wieder als Schulleiter arbeiten zu wollen. Diese Möglichkeit ergab sich gleich um die Ecke in der Niederheide mit dem Weggang von Ilona Petrausch.

Mit ihr habe er sich oft getroffen, häufig auch telefoniert, sagt Axel Fischer. Schnell sei ihnen eine ähnliche Haltung zu Grundsätzlichem aufgefallen. Die Rücksprache sei hilfreich: „Mein Ziel ist es, die Schule in ihrem Geiste und Sinne weiterzuführen“, so Fischer. Es gehe ihm darum, die besondere Kultur weiter zu leben und weiter zu entwickeln. Denn: „Schule ist nie fertig.“

„Flex“ ist ein Alleinstellungsmerkmal – und soll es bleiben

Ein Alleinstellungsmerkmal in der Niederheide sei die flexible Eingangsstufe, also der jahrgangsgemischte Unterricht in den ersten und zweiten Klassen. Der habe auch seiner Vorgängerin sehr am Herzen gelegen. Und während in Berlin vieles nicht funktioniert habe, klappe das in Hohen Neuendorf. Eine Grundlage dafür sei, dass Teilung möglich ist, zum Beispiel beim Einführen neuer Themen. Ein Vorteil liege im offenerem Konzept: Selbstständigkeit und Kooperation würden gefördert.

„Begeistert“ war Axel Fischer, dass es auch in der Niederheide einen Schulhund gibt (MAZ berichtete). Sein Ziel sei es, dies noch etwas auszubauen. Unter anderem solle eine Hunde-AG etabliert werden.

Schule für gemeinsames Lernen

„Wir sind seit dem vergangenen Sommer – wie auch die Waldgrundschule – eine Schule für gemeinsames Lernen“, sagt der neue Direktor. Dies sei noch von seiner Vorgängerin beantragt worden. Der Vorteil: Pro Woche stehen 60 Lehrerstunden zusätzlich zur Verfügung. Dazu würden Lehrer-Tandems für gemeinsame Stunden gebildet. Diesen Trumpf in der Praxis auszuspielen, sei allerdings in der Grippezeit zum Beispiel nicht leicht, so Fischer.

Eine Herzensangelegenheit: Schulsozialarbeit

Der berichtet von einer weiteren Herzensangelegenheit: Schulsozialarbeit. Nach den Erfolgen in Bergfelde und Borgsdorf, soll diese nun auch an den beiden Hohen Neuendorfer Grundschulen eingeführt werden. Klar sei die Stadt „kein Problemkiez“. Nichtsdestotrotz gebe es auch hier Konflikte. Das betreffe einerseits den schulischen Alltag, wo mit Mediation streitschlichtend eingegriffen werden kann, und andererseits den häuslichen Bereich. „Materieller Wohlstand schützt nicht vor Problemen“, so Fischer. Eine Schulstation sei als Anlaufpunkt für Kinder, Eltern und Lehrer gleichermaßen wertvoll. In der Niederheide soll die Schulsozialarbeit bereits zum nächsten Schuljahr starten, in der Waldgrundschule im nächsten Jahr.

Neben dem Radfahren hat Axel Fischer eine Vorliebe fürs Joggen sowie für Fußball und Badminton. Zehn Jahre lang war er auch Mitglied einer Band – als Sänger und Rapper. Die Musik gab er inzwischen auf, zugunsten der Familie. Zu Hause hat der Schulleiter übrigens drei Kinder, 7, 11 und 13 Jahre alt.

Von Helge Treichel

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