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Oberhavel Radweg hat höchste Priorität, aber...
Lokales Oberhavel Radweg hat höchste Priorität, aber...
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13:26 27.05.2017
Der aus Richtung Hennigsdorf ankommende Radweg entlang der L 171 endet an dieser Ampelkreuzung abrupt. Hier gilt für Radler zunächst mal: Ende im Gelände (Foto links). Quelle: Robert Roeske
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Stolpe-Dorf

„In Stolpe muss ich meine dritten Zähne rausnehmen“, sagt Uwe Kremer augenzwinkernd mit Blick auf das Kopfsteinpflaster. Der 72-Jährige aus Berlin-Frohnau ist passionierter, erfahrener Radfahrer und er ärgert sich schon seit Jahren über das abrupte Ende des Radweges entlang der Hennigsdorfer Chaussee (L 171) an der Ampel in Stolpe-Dorf (Dorfstraße). „Es ist unmöglich, mit dem Fahrrad auf der engen, unübersichtlichen und gefährlichen Landesstraße weiter zu fahren.“ Vor allem für Kinder sei dies eine besonders große Gefahr.

Hier ist Schluss. Entweder die Radler fahren auf der gefährlichen Landesstraße weiter – oder sie nehmen die holprige Ortsdurchfahrt. Quelle: Robert Roeske

Auch ein Ausweichen durch den Hohen Neuendorfer Stadtteil Stolpe biete sich nicht wirklich an, sagt der Senior am MAZ-Sorgentelefon: „Es gibt keinen Radweg und speziell die Adolf-Hermann-Straße mit ihrem Holperpflaster ist völlig ungeeignet in ihrem jetzigen Zustand.“ Erst im Bereich Hohen Neuendorfer Weg/Adolf-Hermann-Straße sei wieder ein Radweg vorhanden, der sogar in beide Richtungen befahr sei.

Als Uwe Kremer im September 2015 schon einmal das Problem geschildert hatte, war im Rathaus eine Alternativvariante im Gespräch. Die Linken hatten bereits 2012 vorgeschlagen, den Radweg durch die Stolper Ortsmitte zu führen. Das sei reizvoller und nur 100 Meter länger. Doch auch diese Möglichkeit steht entgegen den damaligen Aussagen derzeit nicht zur Debatte. Vielmehr verweist Pressesprecherin Ariane Fäscher auf ein neues Beteiligungsverfahren seitens des Landesbetriebes Straßenwesen.

Bereits im September 2015 hatte Uwe Kremer (r.) das Radwegeproblem am Sorgentelefon vorgebracht – und vor Ort mit dem Stadtverordneten Norbert Matthes darüber gesprochen. Quelle: Enrico Kugler

Tatsächlich wird ein neuer Entwurf der Radwegebedarfsliste an Landesstraßen für Oberhavel beraten. Die Nummer eins der Liste ist dem Lückenschluss in der Ortslage Stolpe zugeordnet. Laut einem Punktesystem kam dieses Projekt auf die höchste Punktzahl aller 13 betrachteten Vorhaben. Kosten von 168 000 Euro sind in dem Papier für das 671 Meter lange Wegstück veranschlagt. Die summierten Gesamtkosten werden mit 530 250 Euro beziffert. Und: Das Projekt ist in die Kategorie mit „vordringlichem Bedarf“ einsortiert – laut Legende mit einem Realisierungszeitraum von 2021 bis 2025.

Doch der Dezernatsleiter für Planung im Bereich Ost, Harald Günther, dämpft allzu große Hoffnungen: „Wir haben derzeit weder die Haushaltsmittel noch die Kapazitäten im Hause, um die Planung voranzubringen“, sagt er auf Nachfrage. Man spreche an dieser Stelle über den Landeshaushalt – und da sei die Situation eben seit einigen Jahren prekär. Die Prioritäten würden derzeit nach bestehenden Kriterien neu bewertet. Mit Punkten bewertet werde die Lage zum Bahnhof und ob es sich um eine touristische Route, einen Schulweg oder einen Lückenschluss handelt. Daraus ergebe sich eine Rang- und Reihenfolge. Jeweils eine Prioritätenliste gebe es für Radwege an Bundesstraßen, eine für welche an Landesstraßen. Zu den Entwürfen würden gegenwärtig die Stellungnahmen aus den Landkreisen eingeholt. Die würden dann eingearbeitet, erläutert der Dezernatsleiter. Im Anschluss folge eine Plausibilitätsprüfung sowie die Festlegung der konkreten Projekte. Was im nächsten Jahr in Angriff genommen wird, darüber könne er frühestens im Herbst Auskunft geben, schätzt Harald Günther.

Uwe Kremer ist passionierter Radwanderer und ärgert sich seit Jahren über die Stolper „Lücke“. Quelle: Enrico Kugler

Die fehlenden Lösungen sind für Uwe Kremer nur schwer verständlich. Hatte es doch schon 2015 konkrete Aussagen zum Ausbau der Adolf-Hermann-Straße gegeben. Dass dies noch nicht geklappt hat, führt Anwohner, Stadtverordneter und Ex-Ortsbürgermeister Norbert Matthes (unabhängig) auf die maroden Wasserleitungen im Untergrund zurück. Trotz seiner Warnungen sei die Wasser Nord zu spät auf den geplanten Straßenausbau hingewiesen worden, was jetzt zum Zeitverzug führe.

Von Helge Treichel

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