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Rätsel um Flaschenpost ungelöst

Birkenwerder Rätsel um Flaschenpost ungelöst

Eine 16 Jahre alte Flaschenpost aus Birkenwerder ist am Wochenende in Kiel gefunden worden. Trotz intensiver Recherchen sind die Absender noch nicht gefunden.

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Heidi Bubenzer mit ihrem Zufallsfund.

Quelle: Lisa Pandelaki/NDR

Birkenwerder. Das Rätsel um eine am Wochenende am Ostseestrand in Kiel gefundene Flaschenpost aus Birkenwerder bleibt zunächst ungelöst. Sicher ist nur: Diese war laut der handschriftlichen Nachricht vor 16 Jahren, am 16. Januar 2001, von einer Familie aus Birkenwerder abgeschickt worden. Gut zu erkennen: Ortsname, Postleitzahl und die Straße – Stolperweg 47. Nur der Name ist unleserlich.

Die Kielerin Heidi Bubenzer hatte die Schnapsflasche am Wochenende am Strand von Schilksee gefunden, dem nördlichsten Teil von Kiel. Die 62-Jährige hatte die Zeitkapsel nicht geöffnet, sondern sich an die Radio-Leute von NDR1 Welle Nord gewandt. Im Studio wurde die Flaschenpost am Dienstag in der Guten-Morgen-Sendung mit Moderator Horst Hoof live geöffnet. Mit größter Vorsicht versucht Heidi Bubenzer, die Nachricht Stück für Stück durch den schmalen Flaschenhals zu ziehen. „Ganz vorsichtig, er soll ganz bleiben! Ich will ihn als Erinnerung behalten“, kommentiert die Finderin. Live auf Sendung übernimmt Horst Hoof dann den Rest, zieht den Zettel aus dem Flaschenbauch und entrollt ihn. Die simple Botschaft auf dem noch nach dem früheren Inhalt duftenden Zettel: „Schreib bitte zurück!“.

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Am letzten September-Wochenende 2017 fand die Kielerin Heidi Bubenzer in der Ostsee bei Kiel eine 16 Jahre alte Flaschenpost mit einem Absender, aus der Gemeinde Birkenwerder in Oberhavel kommt. Die Suche nach dem Absender hat begonnen.

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Eine erste heiße Spur konnte in der Morgensendung am Mittwoch verkündet werden. Dana Thyen, die seit einem Jahr im Vorzimmer von Bürgermeister Stephan Zimniok Regie führt, hatte einen Rechercheauftrag für die Radiosendung erhalten. Mit dem angegebenen Namen und der Adresse machte sie den 40-jährigen Sohn der Familie ausfindig und sprach mit ihm.

Das zunächst enttäuschende Ergebnis: „Er war es nicht“, sagt sie. Bleiben also die Eltern. Doch die kämen erst in zwei Tagen aus dem Urlaub zurück, berichtet die Gemeindemitarbeiterin, die für Ortsmarketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Dennoch sei die Chance relativ groß, dass es sich tatsächlich um die Absender handelt, schätzte Dana Thyen in ihrem Telefon-Interview in der Radiosendung ein. Dort erzählt sie auch, dass sie die Recherche „spannend“ fand. Und schließlich handele es sich ja um eine „bezaubernde Geschichte“.

Dana Thyen, Gemeindemitarbeiterin aus Birkenwerder, ist auf der Suche nach den Absendern der Flaschenpost

Dana Thyen, Gemeindemitarbeiterin aus Birkenwerder, ist auf der Suche nach den Absendern der Flaschenpost.

Quelle: Helge Treichel

Die Radiomoderatoren drückten ihre Hoffnung aus, dass die Flaschenpost tatsächlich bei Berlin auf die Reise geschickt wurde und „nicht nur einen Ort weiter“. Aber dieses Rätsel bleibt zunächst ungelöst.

Die laut Guinness-Buch der Rekorde älteste Flaschenpost der Geschichte hatte eine Urlauberin übrigens im April 2015 am Strand von Amrum entdeckt. Sie hatte eine Odyssee von 108 Jahren und 138 Tagen in der Nordsee hinter sich, bevor sie auf der Nordfriesischen Insel angespült wurde. Die Flasche war zusammen mit hunderten anderen im Zuge eines Experiments zum Erforschen der Meeresströmungen im südenglischen Plymouth auf die Reise geschickt worden – von der Marine Biological Association of the United Kingdom (MBA). Dem Finder war eine Belohnung versprochen worden, wenn er die beigelegte Postkarte ausfüllt und zurückschickt. Die Rentnerin Marianne Winkler hielt sich als ehrliche Finderin an die Anweisungen und bekam den versprochenen Schilling, umgerechnet etwa 15 Cent.

Auch Heidi Bubenzer will dem Verfasser der Nachricht auf jeden Fall antworten: „Es sind diese kleinen Dinge im Leben, die mir Spaß machen. Das ist doch spannend: 16 Jahre war die Flaschenpost unterwegs!“

Von Helge Treichel

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