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Rätsel um Todesfall im Wald bei Schönfließ

Warten auf das Obduktionsergebnis Rätsel um Todesfall im Wald bei Schönfließ

Noch steht nicht fest, woran die 75-jährige Frau starb, die kurz vor Weihnachten im Waldgebiet Bieselheide in Schönfließ tot aufgefunden wurde. Die Obduktion habe stattgefunden, aber eine Todesursache sei noch nicht festgestellt worden, sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

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Ein Absperrband markiert die Stelle unweit des Sportplatzes Bieselheide, wo die obdachlose Frau verstarb.

Quelle: Helge Treichel

Schönfließ. Noch steht nicht fest, woran die 75-jährige Frau starb, die kurz vor Weihnachten im Waldgebiet Bieselheide in Schönfließ tot aufgefunden wurde. Die Obduktion habe stattgefunden, aber eine Todesursache sei noch nicht festgestellt worden, sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs auf Nachfrage. Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung seien weder ein Einwirken Dritter noch Anzeichen für eine Erkrankung gefunden worden, sagte die Polizeisprecherin. Auch für eine Unterkühlung gebe es nach gegenwärtigem Wissensstand keine Anhaltspunkte. Es bleibe nun jedoch die noch ausstehende Untersuchung diverser Körperflüssigkeiten abzuwarten. Das könne bis zu vier Wochen dauern.

Ebenso würden von den Ermittlern bislang keine Anhaltspunkte für eine unterlassene Hilfeleistung seitens der Tochter gesehen, sagte Dörte Röhrs. Diese habe ausgesagt, dass die Mutter „sehr viel und gern geschlafen“ und sich über Störungen stets geärgert habe. Deshalb habe sie sich nicht getraut, sie zu wecken.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler war die Frau bereits zwei Tage tot, bevor ihr Leichnam geborgen wurde. Die Frau hatte nach Zeugenaussagen seit den Sommermonaten in dem Waldstück des Ortsteils der Gemeinde Mühlenbecker Land kampiert.

In dem erst- und einmaligen Vorfall könne er „keine Brisanz“ erkennen, sagte Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD) auf Nachfrage. Bereits im Vorfeld habe er sich in einem gemeinsamen Gespräch mit seinem Hohen Neuendorfer Amtskollegen Steffen Apelt (CDU) bereiterklärt, beim Thema Obdachlosigkeit künftig zusammenzuarbeiten. Allerdings gebe es öffentliche Hilfsstrukturen, so dass niemand auf der Straße leben müsse. Viel mehr erschüttere ihn die Tatsache, dass der Verwaltung vom Camp im Wald nichts bekannt gewesen sei. Dies sei „Ausdruck einer Kultur des Wegsehens in unserer Gesellschaft“.

Von Helge Treichel

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