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Rätsel um großes Loch im Wald bei Liebenberg

Liebenberg/Neuholland Rätsel um großes Loch im Wald bei Liebenberg

Anfang Mai sorgte die MAZ-Schlagzeile „Mysteriöses Becken im Lehnitzer Forst“ für reichlich Gesprächsstoff. Was es damit auf sich hat, ist noch nicht geklärt. Nun taucht die Frage auf, welchen Ursprung das riesige Erdloch im Wald bei Liebenberg hat. Sie, liebe Leser, können sich an der Diskussion gern beteiligen.

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Idyllisch gelegen ist dieses kleine Loch am Hertefelder Weg, der Liebenberg und Neuholland verbindet.

Quelle: Stefan Blumberg

Liebenberg/Neuholland. Nach dem „ mysteriösen Becken“ im Lehnitzer Forst löst jetzt ein weiteres großes Loch mitten im Wald ein Rätselraten aus. Florian Lokat aus Nassenheide wurde durch die Berichterstattung der MAZ über das Lehnitzer Becken aufmerksam. „Ich habe den Artikel gelesen. Daraufhin fiel mir die Senke im Wald zwischen Liebenberg und Neuholland ein, an der ich oft vorbeifahre“, sagte er. In der Tat befindet sich am Hertefelder Weg – von der Straße aus gut sichtbar – ein Loch, welches von den Ausmaßen doppelt so groß ist wie das im Lehnitzer Forst. Das Becken im Wald bei Liebenberg ist etwa 40 mal 40 Meter groß. Auf der Satelliten-Darstellung auf Google-Maps ist der kleine Tümpel auch abgebildet. Florian Lokat selbst sah sich das genauer an, auch die MAZ recherchierte vor Ort. Genau wie in Lehnitz sind die Seiten abgeschrägt, etwa 45 Grad. In der Regel steht Wasser in dem Becken, im Sommer kommt es schon vor, dass er ausgetrocknet ist.

Eine Suhle für Wildschweine?

Wie kam das Loch dorthin? Wofür dient es? Ältere Neuholländer vermuten nichts Außergewöhnliches dahinter, „vielleicht eine angelegte Tränke für Tiere“ oder einfach eine „Suhle für Wildschweine“. Von Liebenberger Seite schlossen Einwohner eine militärische Nutzung – sie wird auch in Lehnitz vermutet – nicht aus: Als Versteck für größere Fahrzeuge, damit sie aus der Luft nicht zu sehen sind.

Löcher, die aus Toteis entstanden

Frank Luck ist Leiter Jagd des Schlosses und Gut Liebenberg. Für ihn sei das Becken im Wald nebenan eher nicht künstlich angelegt worden. Er geht vielmehr davon aus, dass solche Löcher Sölle sind – also vermoorte Senken und Mergelgruben der letzten Eiszeit, die aus Toteis entstanden. „Die gibt es oft im norddeutschen Raum“, sagt er über die seiner Meinung nach eiszeitlichen Löcher. In den Wäldern der Region gebe es sechs bis acht solcher Löcher, so Frank Luck. Aber er möchte auch nicht ganz ausschließen, dass den Mensch nachgeholfen hat, um den Wildtieren dort eine Tränkmöglichkeit zu geben. Auch deshalb, weil der Wald um Liebenberg herum ganz früher der Kaiserwald war und zu DDR-Zeiten der Staatswald. Für ihn wäre es auch interessant, genau herauszufinden, was es mit den Löchern konkret auf sich hat; vielleicht sogar über ein Rechercheprojekt.

Florian Lokat bleibt bei seiner Version, dass es eher ein künstlich angelegtes Becken ist. „Dafür spricht auch, dass es keinen Namen hat. Alle natürlich entstandenen Orte haben einen.“

Liebe Leser, wissen Sie, welche Geschichte das Loch im Liebenberger Wald haben könnte? Wenn ja, können Sie gern Kontakt zu uns aufnehmen: Telefonisch unter 03301/59 45 59 oder per Mail unter gransee@MAZ-online.de.

Von Stefan Blumberg

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