Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Rätsel um großes Loch im Wald bei Liebenberg
Lokales Oberhavel Rätsel um großes Loch im Wald bei Liebenberg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:18 28.05.2017
Idyllisch gelegen ist dieses kleine Loch am Hertefelder Weg, der Liebenberg und Neuholland verbindet. Quelle: Stefan Blumberg
Anzeige
Liebenberg/Neuholland

Nach dem „mysteriösen Becken“ im Lehnitzer Forst löst jetzt ein weiteres großes Loch mitten im Wald ein Rätselraten aus. Florian Lokat aus Nassenheide wurde durch die Berichterstattung der MAZ über das Lehnitzer Becken aufmerksam. „Ich habe den Artikel gelesen. Daraufhin fiel mir die Senke im Wald zwischen Liebenberg und Neuholland ein, an der ich oft vorbeifahre“, sagte er. In der Tat befindet sich am Hertefelder Weg – von der Straße aus gut sichtbar – ein Loch, welches von den Ausmaßen doppelt so groß ist wie das im Lehnitzer Forst. Das Becken im Wald bei Liebenberg ist etwa 40 mal 40 Meter groß. Auf der Satelliten-Darstellung auf Google-Maps ist der kleine Tümpel auch abgebildet. Florian Lokat selbst sah sich das genauer an, auch die MAZ recherchierte vor Ort. Genau wie in Lehnitz sind die Seiten abgeschrägt, etwa 45 Grad. In der Regel steht Wasser in dem Becken, im Sommer kommt es schon vor, dass er ausgetrocknet ist.

Eine Suhle für Wildschweine?

Wie kam das Loch dorthin? Wofür dient es? Ältere Neuholländer vermuten nichts Außergewöhnliches dahinter, „vielleicht eine angelegte Tränke für Tiere“ oder einfach eine „Suhle für Wildschweine“. Von Liebenberger Seite schlossen Einwohner eine militärische Nutzung – sie wird auch in Lehnitz vermutet – nicht aus: Als Versteck für größere Fahrzeuge, damit sie aus der Luft nicht zu sehen sind.

Löcher, die aus Toteis entstanden

Frank Luck ist Leiter Jagd des Schlosses und Gut Liebenberg. Für ihn sei das Becken im Wald nebenan eher nicht künstlich angelegt worden. Er geht vielmehr davon aus, dass solche Löcher Sölle sind – also vermoorte Senken und Mergelgruben der letzten Eiszeit, die aus Toteis entstanden. „Die gibt es oft im norddeutschen Raum“, sagt er über die seiner Meinung nach eiszeitlichen Löcher. In den Wäldern der Region gebe es sechs bis acht solcher Löcher, so Frank Luck. Aber er möchte auch nicht ganz ausschließen, dass den Mensch nachgeholfen hat, um den Wildtieren dort eine Tränkmöglichkeit zu geben. Auch deshalb, weil der Wald um Liebenberg herum ganz früher der Kaiserwald war und zu DDR-Zeiten der Staatswald. Für ihn wäre es auch interessant, genau herauszufinden, was es mit den Löchern konkret auf sich hat; vielleicht sogar über ein Rechercheprojekt.

Florian Lokat bleibt bei seiner Version, dass es eher ein künstlich angelegtes Becken ist. „Dafür spricht auch, dass es keinen Namen hat. Alle natürlich entstandenen Orte haben einen.“

Liebe Leser, wissen Sie, welche Geschichte das Loch im Liebenberger Wald haben könnte? Wenn ja, können Sie gern Kontakt zu uns aufnehmen: Telefonisch unter 03301/59 45 59 oder per Mail unter gransee@MAZ-online.de.

Von Stefan Blumberg

Am Sonnabend tritt die Frankfurter Eintracht im Berliner Olympiastadion gegen Borussia Dortmund im Finale des DFB-Pokals an. Auch in Oberhavel fiebern viele Fans mit. Wir haben jeweils einen Anhänger der beiden Teams nach fünf Gründen gefragt, warum ihre Mannschaft am Ende gewinnt.

27.05.2017

In Sachen Radweg-Lückenschluss in Stolpe-Dorf (L 171)  hat sich in anderthalb Jahren noch nichts getan. Aber jetzt keimt Hoffnung, dass dieses Projekt doch noch in Angriff genommen wird. Bis dahin muss Uwe Kremer weiter die Holperstrecke durchs Dorf nehmen. Sein Kommentar: „In Stolpe muss ich meine dritten Zähne rausnehmen.“

27.05.2017

Als die Sozialarbeiter vom Glienicker Jugendclub „First Floor“ die Jugendarbeit vergangenen anderthalb Jahre bilanzierten, gingen sie auch auf die Situation an der Skateranlage ein. Dort kommt es mitunter zu Alkohol- und Drogenmissbrauch. Bürgermeister Oberlack fordert nach der Debatte im Sozialausschuss einen zweiten Revierpolizisten für Glienicke.

27.05.2017
Anzeige