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Rätselhafter Todesfall: Trauer im Rathaus

Hohen Neuendorf Rätselhafter Todesfall: Trauer im Rathaus

Daniel H., der zusammen mit seinem Sohn Maxim tot in seinem Auto in Priort gefunden wurde, war Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Hohen Neuendorf. Das bestätigte die Stadtverwaltung am Mittwoch. Die Bestürzung sei groß, auf direkte Kollegen werde besondere Rücksicht genommen, so Sprecherin Susanne Kübler.

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Vater und Sohn wurden tot in Priort gefunden.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Priort/Hohen Neuendorf. Unauffällig, in die Gesellschaft integriert und hilfsbereit – so beschreiben Freunde und Bekannte den am Ostermontag in seinem Ford Ka aufgefundenen Daniel H. (41). Gemeinsam mit seinem 16-jährigen Sohn Maxim soll der Elstaler noch am Gründonnerstag beim Osterfeuer in Elstal gewesen und dort mit einem Dritten in Streit geraten sein. Wenige Tage später fanden Passanten Vater und Sohn in ihrem Kleinwagen tot neben der Landstraße zwischen Priort und Kartzow im Havelland.

In der Hohen Neuendorfer Stadtverwaltung, wo H. arbeitete, ist die Trauer groß. Die Nachricht über den Tod des Kollegen erreichte die Mitarbeiter am Dienstag. „Wir sind alle bestürzt. Auf die Mitarbeiter, die mit dem Kollegen direkt zusammengearbeitet haben, wurde besonders Rücksicht genommen“, so Stadtsprecherin Susanne Kübler.

Nach Informationen einer Berliner Zeitung soll der 41-Jährige eine Waffe zuerst gegen seinen Sohn und anschließend gegen sich gerichtet haben. „Wir müssen den Bericht der Gerichtsmedizin abwarten“, so Christoph Lange, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

„Ich verstehe das alles nicht“, sagt Helmut Gille, Vorsitzender der Nauener Schützengilde, der Daniel H. seit 2010 angehörte. Der 41-Jährige sei bereits vor seiner Zeit bei der Nauener Gilde Mitglied in einem Schützenverein gewesen, hatte zudem eine Waffenbesitzkarte. „Er half auf Veranstaltungen mit, kam regelmäßig zum Training und nahm an Wettbewerben teil. Er verhielt sich verantwortungsvoll und brachte sogar seinen Sohn Maxim zu einem Schnupperkurs mit – auch er hatte Interesse am Schießsport“, so Gille weiter.

Unauffällig habe sich der zweifache Familienvater verhalten. Veränderungen habe Helmut Gille nicht bemerkt. Auch die regelmäßigen Übungsstunden mit Riesenschnauzer Alex habe er wie gewohnt absolviert. „Er hat organisiert, dass er mit seinem Hundeverein auf dem Gelände der Schützengilde trainieren kann“, sagt Gille.

Riesenschnauzer Alex, der sich am Ostermontag mit im Auto befand und Verletzungen im Bauchbereich aufwies, ist auf dem Weg der Besserung. Er wurde am Mittwoch aus dem Tierheim Falkensee, wo er seit Ostermontag untergebracht war, abgeholt und ist nun wieder daheim.

Von Laura Sander

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