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Oberhavel Rassehunde auf der Ausstellung
Lokales Oberhavel Rassehunde auf der Ausstellung
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23:15 17.07.2016
Dietmar Busse in Schmachtenhagen Auge in Auge mit einer Alternativbulldogge. Quelle: FOTOS (2): SCHNEIDER
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Schmachtenhagen

Während am Sonntag die Line-Dancer vor der Bühne des Oberhavel-Bauernmarktes cool tanzten, ging es auf der großen Veranstaltungsfläche, wo sonst Rummel und Trödler sind, um möglichst gute Bewertungen von Hunden heiß zu. Nicht nur die Adligen (Reinrassigen) wie Albert von …, Bertha von … oder Cato von … – meist folgt der Name des Züchters oder des Zwingers –, sondern auch Mischlinge waren zugelassen. Hier lief die Doppeltitelschau vom Internationalen Dachverband der Rassehundevereine (IDR) und dem Deutschen Molosser Verein (DMV). Zu gewinnen waren die Pokale des Summercups und der Brandenburg-Champions.

Schon am Vormittag hatten sich 104 stolze Hundebesitzer – Züchter aus ganz Deutschland – eingetragen, die ihre geliebten Vierbeiner von strengen Richtern begutachten lassen wollten. „Im Laufe des Tages kommen noch etliche Nachzügler dazu“, war von Nicole Reschke zu erfahren. Sie ist die Vorsitzende beider Vereine und Verantwortliche für die Schau. Gewertet wird in drei Kategorien: der Babyklasse (bis sechs Monate), den Jüngsten (bis neun Monate), der Jugend (12 bis 15 Monate) und den Erwachsenen in allen Rassen. Auf dem weitläufigen Areal fanden sich mehrheitlich Bulldoggen und Doggen sowie deren Kreuzungen – in der Fachsprache „Molosse“ –, aber auch Terrier, Huskies, Rothweiler, Labradors, Jagdhunde und ­Mischlinge, die sich in einem der drei Wertungsringe vorstellen mussten.

Im Ring 1 wertete Zucht- und Leistungsrichter Dietmar Busse. „Ich bin für alle Rassen auf allen fünf Kontinenten zugelassen“, berichtete der rüstige Rentner stolz über sein Ehrenamt „und war wohl schon in allen europäischen Ländern unterwegs“. Ihm kommt es in erster Linie auf die Gesundheit der Tiere an, dann deren Gangart, Wesen, Gebiss und Größe. „Nur wenn das alles stimmt, werden die Hunde zur Zucht zugelassen – da bin ich knallhart“, sagte der gelernte Schäfer und Schutzhundausbilder. Ob er schon mal bei seiner Tätigkeit gebissen wurde, bejahte er: „Ich war selbst schuld“. Die Rottweilerhündin habe er damals gerade mit vorzüglich entlassen und sei dann noch mal spontan zu der Besitzerin gegangen um mit Handschlag zu gratulieren. Die Hündin sah das als Angriff und schnappte zu. Sie hatte ihrem Wesen nach als Schutzhund gehandelt – er musste ins Krankenhaus, schilderte Busse.

Neben den Profis wie Sabine Braun von der „Hundeschule Labbland“ aus Bergfelde, die gerade am Vortag mit ihren beiden Labradors bei den „Dog Days“ in Hannover war – sie schnitten mit „vorzüglich“ ab – nehmen auch reine Hobbyzüchter an solchen Schauen teil. Sie ist staatlich anerkannte Hundewirtin in Oberhavel.

Aus Spaß an der Sache züchtet das Ehepaar Kother aus Birkenwerder weiße Westhighland-Terrier mit großem Erfolg. Ihr Star in der Truppe ist in diesem Jahr sogar Weltmeister geworden. Auch Deutsche Meister befinden sich in der munteren Schar, die sie als Gruppe den Richtern vorstellten. „Wir sind hier in erster Linie, damit diese Rasse, die einmal in Mode war, bei den Hundefreunden nicht in Vergessenheit gerät“, so ihr Credo.

Von Helmut Schneider

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