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Oberhavel Raub in Oranienburg: Flucht endet in Polen
Lokales Oberhavel Raub in Oranienburg: Flucht endet in Polen
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11:27 15.01.2016
Mit vereinten Kräften gelang es der Polizei, die Täter von Wensickendorf zu schnappen. Quelle: dpa
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Wensickendorf

Die Täter gingen absolut skrupellos vor. Mit vorgehaltener Waffe unter Anwendung von Gewalt forderten drei maskierte Männer am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr von dem Besitzer eines Caravan- und Wohnmobilehandels an der Wandlitzer Chaussee in Wensickendorf Geld und Wertgegenstände und zwangen ihr Opfer, einen Tresor zu öffnen. Der Besitzer des Caravanhandels, der sich nahe des Wensickendorfer Bahnhofs befindet, wurde bei dem Überfall schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Täter, die in osteuropäischem Akzent gesprochen haben sollen, flüchteten mit einer Münzsammlung, Schmuck und Bargeld zu Fuß in Richtung des Bahndamms. Zeugen sahen kurz darauf einen silbernen Skoda Octavia in Richtung Wandlitz (Landkreis Barnim) davonfahren.

Von der Polizei sichergestelltes Diebesgut. Quelle: Polizei

Die Polizei leitete sofort die Fahndung nach dem Fahrzeug ein und informierte das Gemeinsame Zentrum Swiecko, die Polizeidirektion Ost und die Bundespolizei. Gegen 19.20 Uhr entdecken Beamte der dritten „Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Dienststelle“ das Fluchtfahrzeug. Da befindet es sich bereits in Polen, auf der „Autostrada 6“ in Fahrtrichtung Inland . Mit Beamten der Bundespolizeiinspektion Pasewalk und der Dienststelle des Polnischen Grenzschutzes in Stettin besetzte Streifen nahmen die Verfolgung des Fahrzeuges auf. Im Bereich der Abfahrt Gryfino, etwa zehn Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, konnte das Fahrzeug, an dem tschechischem Kennzeichen angebracht worden wareng. Im Kofferraum des Wagens wurden zwei geladene, ein Klappmesser sowie eine Tasche mit Münzen und Schmuck gefunden. Die Gegenstände konnten dem Raubüberfall in Wensickendorf zugeordnet und sichergestellt werden. Die drei 34-, 47- und 51-jährigen tschechischen Männer wurden durch die Beamten des Polnischen Grenzschutzes mit Unterstützung der Bundespolizeibeamten festgenommen und wenig später der Polnischen Polizei in Stettin übergeben.

Die Täter waren bewaffnet, die Waffen waren geladen. Quelle: Polizei

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin beabsichtigt, die polnischen Behörden mit einem europäischen Haftbefehl um Auslieferung der Beschuldigten zu ersuchen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei der Direktion Nord zum Raub an sich dauern an; genmeinsam mit der polnischen Polizei (Stettin), die sich um die dort festgenommenen tschechischen Tatverdächtigen kümmert.

Die Polizeidirektion Nord lobte am Donnerstag die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Landespolizei Brandenburg und der seit dem 5. Januar 2016 bestehenden dritten „Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Dienststelle“ in Pomellen, die sich aus Bundespolizisten und Angehörigen des Polnischen Grenzschutzes zusammensetzt.

Von Bert Wittke

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