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Oberhavel Ray Wilson im Stadtklubhaus
Lokales Oberhavel Ray Wilson im Stadtklubhaus
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02:15 31.05.2017
Ray Wilson spielte viele eigene Songs, alte Hits von Genesis gab es im Stadklubhaus aber natürlich auch Quelle: Foto: Robert Roeske
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Hennigsdorf

Er brauchte nur drei Lieder, dann klatschte das Klubhaus. Den Genesis-Hit „That’s all“ kannte wohl jeder im Publikum. Und das war reichlich erschienen am Freitagabend zum Konzert von Ray Wilson, der 1996 Superstar Phil Collins als Frontmann von Genesis ersetzte. Rund 350 Leute waren gekommen, viel mehr hätten auch gar nicht ins Hennigsdorfer Stadtklubhaus gepasst. Die fünfköpfige Band um den schottischen Rocksänger war in stimmiges Licht getaucht, ein gutes Drittel des Repertoires stammte aus alten Genesis-Zeiten. Den Refrain von „Another Day in Paradise“ ließ Wilson das Publikum dann sogar alleine singen. Er stand da wie ein Messias, die Arme weit ausgebreitet.

Wie Phil Collins klingt Wilson aber nicht, seine Stimme lässt sich irgendwo zwischen Bryan Adams und Sting verorten. Und der Rocker mit dem Dreitagebart ist produktiv. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er zwei Alben, von denen es am Freitag auch ein paar Songs zu hören gab. Meistens kraftvolle Rockballaden mit Tiefgang, die meisten ohrwurmtauglich. Die Musiker harmonieren perfekt, die Soli kommen meist auf den Punkt genau vom Saxofonisten der Band.

Es war nicht das erste Konzert von Ray Wilson und seiner Band in Oberhavel. In den vergangenen Jahren hatten sie schon fünfmal in verschiedenen Locations gespielt – 2013 auch schon einmal im Stadtklubhaus. „Wenn ich das chinesische Restaurant in Hohen Neuendorf sehe, denke ich, ich wäre in Peking“, scherzte Wilson zwischen zwei Songs auf Englisch. Das Brandenburger Tor würde der Schotte auch am liebsten in Hennigsdorfs Nachbarschaft sehen, witzelte er weiter.

Eigentlich hätte das Konzert auch in Hohen Neuendorf in der Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule stattfinden sollen, doch im Februar erfuhren die Organisatoren vom Hyperion-Kulturverein, dass die Stadtverwaltung in diesem Jahr eine Miete für den Veranstaltungsort verlangte. Zuvor sei der Raum immer kostenlos zu haben gewesen. Also entschied man sich, nach Hennigsdorf umzuziehen. „Im Stadtklubhaus sollten wir genauso viel bezahlen, aber hier war schon die ganze Technik vorhanden“, sagt Mario Jahn, einer der Vereinsgründer. Ein Shuttle war abends unterwegs, um Gäste von Hohen Neuendorf zum Stadtklubhaus zu bringen. Es war das erste große Konzert des Vereins, und es war voll gelungen. „Dass so viele Zuschauer kommen, hätten wir nicht erwartet“, so Jahn.

Erst am 1. Juli 2016 war der Verein gegründet worden, um Jugend und Kultur in Hohen Neuendorf zu fördern. Rund 60 Personen, die meisten nicht älter als 20 Jahre, gehören zum Team. Geld verdienen die jungen Leute mit ihrer Arbeit nicht. „Wenn wir Einnahmen haben, fließen sie komplett in neue Projekte“, erklärt Mario Jahn. Auch als Vorbereitung für das Konzert von Ray Wilson halfen er und andere Hyperion-Mitglieder, unter anderem musste das Catering organisiert und eine Tribüne im Klubhaus installiert werden.

Regelmäßig veranstaltet der Kulturverein außerdem jährlich „Wer besiegt Paul?“ in der Hohen Neuendorfer Stadthalle und alle paar Wochen die „WikiLink-Challenge“ am Marie-Curie-Gymnasium. Am 7. Juni soll es außerdem einen Poetry-Slam im „Weißen Hirsch“ in Borgsdorf geben. Ray Wilson könnte Ende August 2018 Headliner bei einem dreitägigen Open-Air in Hohen Neuendorf werden. Jahn hat auch Kontakt zu zwei Tatort-Schauspielern, die auftreten könnten. „Das wäre schon etwas Besonderes.“

Von Marco Paetzel

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