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Oberhavel Regelung zur Sterbehilfe reicht aus
Lokales Oberhavel Regelung zur Sterbehilfe reicht aus
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17:08 13.11.2014
Harald Petzhold (Linke) und Uwe Feiler (CDU).
Oberhavel/Havelland

Essoll eine gesellschaftliche Debatte angestoßen werden: Es geht um die Frage, ob es Ärzten und Sterbehilfevereinen erlaubt sein soll, sterbenskranken Menschen beim Suizid zu helfen. Die christlichen Kirchen und Teile der CDU lehnen Sterbehilfe generell ab.

„Ich bin der Auffassung, dass die bestehende Möglichkeit der Patientenverfügung ein ausreichendes Mittel darstellt, um in Fällen schwerster Erkrankungen Vorsorge für ein höchstmögliches Maß an Selbstbestimmung in der letzten Lebensphase zu treffen“, sagt Feiler. Geschäftsmodelle, die das Leid von Menschen zur persönlichen Bereicherung nutzen, sollten unterbunden werden.

„Jeder sollte selbstbestimmt leben und selbstbestimmt sterben können“, findet Harald Petzold. Die Beihilfe solle daher straffrei bleiben. Das gelte auch für Vereine und Verbände – so lange diese nicht kommerziell arbeiteten. Die Rechtslage sei eindeutig und müsse nicht geändert werden. Es werde daher keine Forderung nach einer Verschärfung der Gesetze aus seiner Fraktion geben, sagte Petzold. „Wir wollten diejenigen, die Hilfe brauchen, nicht alleine lassen, sondern beraten.“ Wichtiger ist aus Petzolds Sicht daher eine andere Gesundheits- und Pflegepolitik, „damit Menschen nicht aus Verzweiflung den Freitod wählen.“ In der Palliativmedizin gebe es große Defizite. Feiler stimmt auch hier zu. Das Angebot an Palliativmedizin und Hospizen müsse ausgebaut werden.

Bislang übernehmen die Krankenkassen nur 90 Prozent der Hospizkosten. Bei der Eröffnung des ersten stationären Hospizes im Kreis vergangene Woche in Oranienburg war auf die derzeit bestehende Notwendigkeit von Spenden hingewiesen worden.

Von Klaus D. Grote

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