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Reichsbürger verletzt Polizisten und flüchtet

Marienthal (Oberhavel) Reichsbürger verletzt Polizisten und flüchtet

Ein sogenannter Reichsbürger hat am Dienstagabend in Marienthal (Oberhavel) einen Polizisten angegriffen und ist anschließend geflohen. Der Polizist wurde so schwer verletzt, dass er nicht mehr dienstfähig war. Gegen den 58-jährigen Reichsbürger sollte ein Haftbefehl vollstreckt werden.

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Beim Widerstand gegen zwei Polizeibeamte durch einen Reichsbürger wurde ein 54-jähriger Beamter so verletzt, dass er anschließend nicht mehr dienstfähig war. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Marienthal. Zu einem Einsatz mit einem verletzten Polizisten nach Widerstand gegen die im Einsatz befindlichen Beamten kam es am Dienstagabend in Marienthal. Der verantwortliche Revierpolizist sowie eine Polizeikollegin eröffneten einem 58-jährigen Mann die Vorlage eines Vollstreckungshaftbefehls oder aber ersatzweise die Zahlung von 179 Euro. Bei dem 58-Jährigen handelt es sich um einen der Polizei bekannten Reichsbürger, mit dem Polizeibeamte bereits im März dieses Jahres im Rahmen einer Razzia zur Beschlagnahmung von Waffen in Berührung kamen (MAZ berichtete).

Im aktuellen Fall hatte der zuständige Revierpolizist mit dem 58-Jährigen im Vorfeld Kontakt aufgenommen, bevor er anschließend mit einer weiteren Polizeibeamtin bei dem Mann erschien, um ihm den Vollstreckungshaftbefehl zu eröffnen und darüber zu informieren. Der Mann teilte den Beamten daraufhin mit, nicht gewillt zu sein, den offenen Betrag zu bezahlen und sich festnehmen zu lassen. In Folge kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem 58-Jährigen und den beiden Beamten, bei dem der 54-jährige Polizist derart verletzt wurde, dass er anschließend nicht mehr dienstfähig war.

Der 58-Jährige hingegen flüchtete mit seinem Fahrzeug. Aufgrund der Verletzung des Polizisten sowie der Eigensicherung konnten die Beamten die zunächst aufgenommene Verfolgung nicht aufrecht erhalten. Der geflüchtete 58-Jährige blieb zunächst bis zum Abend nicht auffindbar. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass der Mann auf ein ihm nicht gehörendes Grundstück in Marienthal gefahren sei. Polizeibeamte durchsuchten dieses Grundstück mit Genehmigung des Eigentümers, fanden den Mann jedoch nicht vor, stattdessen aber einen heruntergedrückten Maschendrahtzaun in Richtung Wald, so dass eine Flucht des 58-Jährigen in den Wald vermutet wurde.

Gegen 21 Uhr erschien dann eine Bekannte des Mannes auf dem Polizeirevier in Gransee und bezahlte die Geldstrafe in Höhe von 179 Euro. Die Fahndung nach dem Mann wurde aufgrund der beglichenen Forderung damit vorerst eingestellt. Gegen den 58-Jährigen wird nun jedoch wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Von MAZonline

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