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Oberhavel Reinhard Fialski malt Menschen in Öl
Lokales Oberhavel Reinhard Fialski malt Menschen in Öl
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17:36 10.04.2018
Reinhard Fialski mit einem Bild, das die Moderatorin Barbara Schöneberger zeigt. Quelle: Enrico Kugler
Bärenklau

Sein Hauptthema sind die Menschen. Wie zum Beispiel die Frau, die sich zum Betrachter umdreht und mit dem Auge zwinkert. Die Frau ist Barbara Schöneberger, und der Bärenklauer Künstler Reinhard Fialski nutzt für ein neuestes Werk ein Pressefoto, das ihn besonders interessiert hat.

Das obere Bild zeigt Rio Reiser in verschiedenen Lebensepochen. Quelle: Enrico Kugler

Wer sich in seinem Haus umsieht, wird feststellen, dass der 68-Jährige in seinem Leben schon viele Menschen gemalt hat. Auf einem sieht man den Musiker Rio Reiser in drei verschiedenen Phasen seines Lebens – vom Kind bis zum gestandenen Mann. Auf einem anderen ist eine Frau zu sehen, im Schneidersitz auf einer Kreuzung. Sie hat lange Haare und streckt die Hände aus – und es sind extrem verlängerte Finger. Titel des Werkes: Das Pflaster ist kein Strand. „Da spiegelt sich wider, dass das Leben auf der Straße wirklich kein Zuckerlecken ist“, sagt Reinhard Fialski. Auch sein Interesse an Politik ist daran zu erkennen.

Er malt seit den 80er-Jahren. Damals lebte er noch in Berlin-Kreuzberg. Sein erstes Bild: ein Stillleben. „Ein Tisch mit Büchern, Stiften, einer Teekanne und einer Teetasse“, erinnert er sich. „Es war eine spannende Zeit.“ Er gehörte zu den Gruppen, die gegen den Vietnamkrieg protestierte, war auf Demos, kämpfte gegen die Kahlschlagsanierungen.

Malutensilien. Quelle: Enrico Kugler

Als er 1983 zu seiner Frau in den Wedding zog und das Paar einen Sohn bekam, war in der Wohnung für Kunst erst mal wenig Platz. Reinhard Fialski arbeitete im Paketpostamt am Gleisdreieck, das nach der Wende nach Börnicke wechselte. 1994 zog die Familie nach Bärenklau. Heute hängen im Haus viele seiner Werke, die in den vergangenen Jahren entstanden sind.

Skizzenzeichnung Quelle: Enrico Kugler

„Ich mache überwiegend Ölmalerei“, erzählt er. „Aber ich habe auch schon mit Acryl gemalt. Aber Öl bevorzuge ich, Acryl trocknet mir zu schnell.“ Er sucht beispielsweise nach passenden und spannenden Pressefotos. Nach Leuten in interessanten Perspektiven. „Es muss irgendeinen Reiz auslösen. Blickt jemand nur starr nach vorn, dann ist das langweilig.“ Stilistisch passe er sich immer dem Motiv an.

Die aktuelle gesellschaftspolitische Situation beobachtet er ebenfalls. Ein Bild zeigt eine Schlangenfigur in einer Grotte. „Das Symbol für Zwietracht“, sagt Reinhard Fialski. Für Menschen, die nicht vereinen wollen, sondern Streit auslösen möchten.

Blick ins Atelier. Quelle: Enrico Kugler

Seine Bilder waren auch schon auf diversen Ausstellungen zu sehen. Er gehörte früher zum Hennigsdorfer Künstlerverein, leitete außerdem zehn Jahre eine Malgruppe in einer Oranienburger Einrichtung für psychische Kranke.

Das nächste Mal sind zwei seiner Werke im „Artroom“ zu sehen, der am Sonnabend im Oranienburger Oranienwerk eröffnet wird. „Ich mag so was“, sagt der Bärenklauer. „Da kommt man immer wieder mit Leuten ins Gespräch.“ Der Verkauf seiner Bilder stehe dabei nicht im Vordergrund.

Von Robert Tiesler

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