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Oberhavel Reise mit Mogli durch den Dschungel
Lokales Oberhavel Reise mit Mogli durch den Dschungel
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20:11 05.03.2017
Schlange Kaa hat Dschungelkind Mogli fest im Griff. Das Spiel der Darsteller war eine Mischung aus Schauspiel und Puppenspiel. Quelle: Marco Winkler
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Hennigsdorf

„Mir gefällt es wirklich prima“, platzt es am Sonnabend aus Luisa heraus. Die achtjährige Enkelin von Jutta Krüger hat sichtlich Spaß am „Dschungelbuch“, das gerade im Hennigsdorfer Stadtklubhaus aufgeführt wird. Ihre Hennigsdorfer Oma ist ebenfalls sehr angetan. „Nette Action, gute Tänzer mit tollen Stimmen, wirklich gut gemachte Unterhaltung“, sagt sie. „Es ist sehr kurzweilig.“

Nur die Sitzplätze bereiten ein paar kleinere Schwierigkeiten. Da das Stadtklubhaus ebenertig bestuhlt ist - und nicht wie im Kino jeder Sitz höher als der andere ist -, ist die Sicht auf die Bühnenshow nicht immer optimal. Köpfe müssen in Schräglage versetzt werden, Hälse verrenkt werden, um nicht nur großen Vordermann vor Augen zu haben. Viele Kinder sitzen im Gang.

Extra aus Magdeburg angereist

Das ist ebenfalls keine echte Überraschung: Etwa ein Drittel der 230 Besucher ist minderjährig. Eltern kommen mit ihrem Nachwuchs, Großeltern mit den Enkeln. Schließlich steht Familienunterhaltung auf dem Programm. Für mehr als 250 Menschen wäre Platz gewesen. Fast ausverkauft.

Babett Bahr ist mit ihrer Tochter Marlene extra für den Besuch des Musicals aus Magdeburg angereist. „Wir haben unseren Familienbesuch hier extra so gelegt.“ Die Show gefällt ihr. „Kindgerecht-fröhlich mit schönen Kostümen.“ Da kann die sechsjährige Marlene nur mit dem Kopf nicken: „Mir gefällt besonders Baghira“, sagt sie.

Die hilfreichen Geier wurde als Puppen dargestellt. Quelle: Marco Winkler

Leonard Müller spielt den schwarzen Panther. Er will zusammen mit dem gutmütigen Bären Balu (Sebastian Sohn) das Findelkind Mogli (Finja Harder) vor dem furchteinflößenden Tiger Shir Khan (Benjamin Hauschild) beschützen. Die Geschichte ist bekannt, fast schon Teil der kollektiven Erinnerung. Nicht nur die 1894 veröffentlichten drei Erzählungen des britischen Autors Rudyard Kipling erlangten Weltruhm.

Große Berühmtheit und zumindest in Teilen Europas Kultstatus erreichte vor allem der Zeichentrickfilm, der vor genau 50 Jahren in die Kinos kam. Das Werk war das letzte, das Walt Disney selbst produzierte. Er starb während der Herstellung des Films. Populär bis heute sind die mitreißenden Lieder: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ und „Ich wäre gern wie du“.

Mogli von einer Frau dargestellt

Das in Hennigsdorf aufgeführte Musical beinhaltet die Songs aus Lizenzgründen nicht - dafür andere, äußerst eingängige Lieder mit schwungvollen Melodien samt Ohrwurm-Garantie (Text und Musik: Timo Riegelsberger). Gewöhnungsbedürftig von der ausführenden Theatergruppe Lichtermeer dürfte sein, Mogli mit einer Frau zu besetzen.

Das wirkt anfangs etwas fehl am Platz, aber die sympathische Finja Harder spielt die Skepsis schnell weg. Spannend hingegen ist die Vermischung aus lediglich fünf Darstellern, die in sämtliche Rollen schlüpfen, gleichzeitig Puppen zum Leben erwecken (Schlange Kaa wird von zwei Schauspielern „gelenkt“) und hinter einer Schattenwand für ein zusätzliches visuelles Element sorgen.

180 Auftritte pro Jahr

Theater Lichtermeer ist eine Gruppe äußerst engagierter Künstler aus Itzehoe (Schleswig-Holstein).

Die Geschichte vom Findelkind Mogli im indischen Dschungel führen sie seit vier Jahren auf. Für diese neue Inszenierung gab es im Jahr 2015 auch eine Kulturförderung des Landes Schleswig-Holstein.

Im Repertoire hat die Truppe schon drei Musicals, neben der Mogli-Mär noch „Peter Pan“ und „Robin Hood Junior“. Mit diesem Stück gastiert das Theater am 2. April im Neuruppiner Kulturhaus. Geeignet sind sämtliche Stücke für Kinder ab vier Jahren.

Die Truppe ist ständig auf Tournee. Kaum ein Tag ohne Gastspiel. Pro Jahr spielen sie deshalb mittlerweile an die 180 Shows in der Saison von September bis Mai. Sie touren in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Sämtliche Termine und Hintergrundinformationen zu der Gruppe und den drei Musicals gibt es im Internet unter
theater-lichtermeer.de.

Von Marco Winkler

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