Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Reiten trotz Handicap auf höchstem Niveau
Lokales Oberhavel Reiten trotz Handicap auf höchstem Niveau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 31.10.2013
Marcia Heiselke auf Cantaro. Quelle: Margot Schöning
Anzeige
Grüneberg

Zu dem Ausbildungsevent am vergangenen Wochenende waren acht Nachwuchsteilnehmer eingeladen worden. Jeder wurde in 13Trainingseinheiten unter die Lupe genommen. Es war ein Schulbeispiel, Bundestrainer Fliegl dabei zu beobachten. Bis auf das Schnaufen der Pferde, das von den Boxen des Hallenganges herüber tönte, waren nur seine ruhigen, einfühlsamen Kommandos in der lichtdurchfluteten Reithalle zu hören. Die Reiter hingegen strahlten, obwohl sie hart arbeiten mussten und ihre Gesichter vor Anstrengung glühten. Marcia Heiselke sah auf Schimmel Cantaro aus, als hätte sie gerade im Lotto gewonnen. Die beinamputierte, junge Frau sitzt erst seit kurzem auf dem zehnjährigen Wallach, der sehr sicher und leichtfüßig alle Lektionen ging. Landestrainerin Gundula Lüdke staunte, wie Wendy Bartsch-Brüning den abgeklapperten Capalo-Sohn wieder aufgebaut hat. Mit Freude sahen ebenso die Mitglieder des Oranienburger Lions-Club zu.

Johann Brüning hatte sie eingeladen, um ihnen zu zeigen, wie sich ihre Spende von 5.000 Euro beim Training bewährte. Mit dem Geld war ein großer Hallenspiegel angebracht worden, damit die Reiter sehen können, wie sie auf dem Pferd sitzen. Die Spendenurkunde wurde in einer Pause in der Halle angebracht. Gleichzeitig gab es eine Taufurkunde für das Stutfräulein Ludmilla, die vor über einem Jahr als Dank an den Lions Club mit dem Zusatz "LCO" getauft worden war.

Die regional verwurzelten Lions betonten, dass sie bestimmt nicht das letzte Mal auf Hof Grüneberg gewesen seien. Für sie wären die Behindertensportler Botschafter, die mit Trainingsfleiß, Leistungswillen und enormer Disziplin auch Menschen ohne Handicap begeistern, genauso wie Hof Grüneberg mit seinem sozialen Eintreten. Auch der Bundestrainer lobte erneut das Engagement von Johann Brüning und Wendy-Bartsch Brüning. Dazu gehörte, dass alle Teilnehmer umsonst in den behindertengerechten Quartieren wohnten.

Die idealen Bedingungen, die die Hof-Chefs für die Handicapreiter schufen, machten es dem Bundestrainer und den Teilnehmern leicht, den Lehrgang erfolgreich und mit einem guten Bauchgefühl zu beenden. "Ich bin erstaunt, wie der aktive Handicap-Reitsport in die Breite gegangen ist. Ich habe in Grüneberg neue Talente auf guten, passenden Pferden kennengelernt", so Bernhard Fliegl. Bereits zum dritten und in diesem Jahr zum zweiten Mal kam der Bundestrainer nach Grüneberg, seit 2011 neben Radensleben offizieller Standort des Brandenburger Landesstützpunkts für das Handicap-Reiten. War es 2007 nur ein Brandenburger, der im großen Sport startete, sind es inzwischen zwölf Parareiter- und Reiterinnen, die an nationalen, internationalen Turnieren und Meisterschaften teilnehmen.

Von Margot Schöning

Oberhavel Tote könnten Opfer von Artilleriebeschuss oder Erschießungen sein - Gerüchte um Knochenfund

Bei der Frage, wer die sechs Toten sind, die ein Arbeiter am vergangenen Donnerstag in Säcken verpackt in einem Schuppen in Stolpe-Süd gefunden hatte, geht die Polizei nun einer neuen Theorie nach: Es könnte sich um Opfer der Sowjets oder um Selbstmörder handeln.

31.10.2013
Oberhavel Die Straßenmeistereien sind für die Zeit mit Schnee und Eis gerüstet - Bergeweise Salz auf Lager

Die Silos und die Halle auf dem Gelände der Straßenmeisterei im osthavelländischen Bredow sind fast bis zum Rand voll. 1.200 Tonnen Trockensalz wurden gebunkert, 280 Tonnen werden noch angeliefert.  Der Schnee kann also kommen aus Sicht von Leiter Roland Rapp.

31.10.2013
Oberhavel In der Altstadt Oranienburgs ist geschäftliches Leben schwer zu verankern - Der Glaube an das neue Einkaufszentrum schwindet

Eine Rückbesinnung auf das eigentliche Einkaufszentrum von Oranienburg, das Karree zwischen Stralsunder Straße/Bernauer Straße, Lehnitz- und Schulsstraße, fordert Oranienburgs Grünenpolitiker, Heiner Klemp. Der Schlossplatz werde einfach nicht angenommen. Die Stadtväter müssten sich dieser Erkenntnis beugen und umsteuern, so seine Forderung.

31.10.2013
Anzeige