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Rekordzahl von Einsätzen nicht nur in Leegebruch

Birkenwerder (Oberhavel) Rekordzahl von Einsätzen nicht nur in Leegebruch

Alles drehte sich in den vergangenen Tagen um das vom „Jahrhundertregen“ stark gebeutelte Leegebruch (Oberhavel). Aber auch in Birkenwerder hat der Starkregen viele Schäden angerichtet.

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Der Dammbruch an einem Regenrückhaltebecken hielt die Feuerwehren aus mehreren Orten und das THW am Bauhaus in Atem.

Quelle: Foto: Oliver Pankow

Birkenwerder. In der Gemeinde Birkenwerder wurden nach dem Jahrhundertregen vom vergangenen Donnerstag insgesamt 40 bekannte Einsatzstellen abgearbeitet, „fast so viele wie bisher im Jahr 2017 insgesamt“, bilanzierte Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.). Am Montag begann die Verwaltung mit der internen Schadensaufnahme. Zahlreiche Gebäude weisen Wasserschäden auf, „sind aber wohl noch vollumfänglich nutzbar“, so die erste Einschätzung. Der Jugendclubneubau ist zum Teil unterspült und musste abgestützt werden. Die Wanderwege an der Briese sind fast vollständig nicht benutzbar, allerdings läuft das Wasser langsam ab. „Wir hoffen, dass wir auch alsbald dort wieder aufräumen und gegebenenfalls instand setzen können“, so Zimniok.

Auch in Birkenwerder waren Straßen überflutet

Auch in Birkenwerder waren Straßen überflutet.

Quelle: Janine Friese

Gegen 13.38 Uhr waren am Donnerstag die ersten Einsätze angelaufen. So standen unter anderem der Keller der Kita Krümelstein und der Fahrstuhlschacht der Grundschule unter Wasser. Eine knappe Stunde später wurde eine Einsatzleitung mit zwei Teams, eines davon mobil, gebildet, die bis zum frühen Freitagmorgen bestand. Massiver Regen sorgte im Bereich der B 96 unmittelbar vor der Rathauskreuzung für eine großflächige Überspülung der Fahrbahn mit Wasserhöhen bis zu 60 Zentimetern. Die Einlaufbauwerke der Straßenentwässerung konnten diese Mengen nicht transportieren, so dass die Straße durch Kräfte des Ordnungsamtes Birkenwerder komplett gesperrt werden musste. Im Verlauf des gesamten Einsatzes wurden die Helfer zu zahlreichen vollgelaufenen Kellern gerufen. Der nicht nachlassende Regen sorgte für eine komplette Überforderung der Entwässerungsanlagen, sowohl im Bereich des Niederschlags- als auch des Schmutzwasserbereiches. So liefen unter anderem Keller und Tiefgarage des Ärztehauses sowie der Erich-Mühsam-Str. 1 voll. Aus dem Keller des Ärztehauses wurden insgesamt 85 000 Liter Wasser gepumpt. Ein Schwerpunkt bildete sich in Birkenwerder Nord, wo das Wasser in der Hauptstraße 166 bis 170 neben der B 96 hüfthoch stand und zahlreiche Grundstücke überflutete. Des Weiteren brach der Damm des Regenrückhaltebeckens hinter dem Bauhaus und sorgte für Überflutungen in der unmittelbar angrenzenden Siedlung im Ortsteil Borgsdorf.

Unterspült und abgestützt

Unterspült und abgestützt: der neue Jugendclub-Anbau in Birkenwerder.

Quelle: Helge Treichel

Nachdem am Sonnabend die Führungs- und Einsatzmittel überprüft waren, wurden am Sonntag freie Kräfte aus Birkenwerder für den Einsatz in Leegebruch angeboten. Die Alarmierung erfolgte gegen 12.30 Uhr.

Die Lage in Leegebruch

Alle aktuellen Infos zur Situation in Leegebruch gibt es auf unserer Sonderseite: www.MAZ-online.de/leegebruch

Von Helge Treichel

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