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Oberhavel Rettet den Kulturverein!
Lokales Oberhavel Rettet den Kulturverein!
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02:15 07.02.2016
Hart ins Gericht: Gerhard Peter zieht Bilanz. Quelle: Helge Treichel
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Mühlenbecker Land

Dem Kulturverein Schildow droht das Aus. Während der Mitgliederversammlung am Mittwochabend fanden sich nicht genug Freiwillige, die im Vorstand mitarbeiten wollen. Jetzt sollen alle 49 Mitglieder nochmals auf die prekäre Lage aufmerksam gemacht werden, bevor in drei Monaten zum zweiten Mal Anlauf zur Neuwahl genommen wird, lautet der Beschluss. In der von lautstarken Wortgefechten und unschönen Szenen geprägten Sitzung hat der bisherige Vorsitzende Gerhard Peter nach eindringlicher Bitte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Das war die Voraussetzung dafür, dass sich wenigstens Helga Portzig und Vera Grapentin für eine erneute Arbeit im Vorstand bereiterklärt haben.

Dieses Bild einer schwachen personellen Basis und eines demotivierten, zerstrittenen Vorstandes passt so gar nicht zur Außenwirkung des Kulturvereins. Der ist in den vergangenen 14 Jahren mit seinen Veranstaltungen, Zirkeln und Arbeitsgruppen zu einer Institution im Ort geworden. Vor zwei Jahren wurde der Verein mit seinem Vorsitzenden Gerhard Peter für seine Leistungen mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Dass all das Geschaffene nun so sang- und klanglos endet, damit wollte sich keines der 24 anwesenden Vereinsmitglieder abfinden.

Lösungen verzweifelt gesucht

Geradezu verzweifelt wurde nach Lösungen gesucht. Gerhard Peter brachte beispielsweise einen Anschluss an den Mönchmühlenverein ins Spiel. Dessen Vorsitzender Claus Schwartzer habe diese Möglichkeit auf seine Nachfrage hin jedoch abgelehnt. Fazit: Entweder der Kulturverein kann sich doch noch aus eigener Kraft retten oder er bekommt Hilfe von Außen. Hoffnung wurde dabei auch auf die Gemeindeverwaltung gesetzt.

In einem von viel Unmut und Widerspruch begleiteten Wortbeitrag hatte Gerhard Peter deutlich gemacht, dass der Kulturverein bereits seit der Gründungsversammlung in der Führungskrise steckt: Schon vor 14 Jahren wollte niemand als Vorsitzender Verantwortung übernehmen. Eher notgedrungen habe er selbst den Job dann übernommen. Und nicht selten habe er sich insbesondere beim Thema Einzelveranstaltungen vollkommen allein gelassen und überfordert gefühlt, sagte der 84-Jährige. Worte wie „Selbstbeweihräucherung“ und „Selbstdarstellung“ machten daraufhin die Runde. Aber ihm wurde gleichwohl Anerkennung und Dank für diese Arbeit ausgesprochen. Nur seinen harschen und herrischen Ton in so mancher Vorstandssitzung mochte sich niemand länger gefallen lassen.

Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht

Ein Nachfolger wurde indes nicht gefunden: Axel Berschneider lehnte ebenso mit Verweis auf die persönliche Situation ab wie Günter Pioch, Norbert Martins und Klaus Brietzke. Ernüchtert bis wütend zogen sich bisherige Vorstandsmitglieder zurück.

Von Helge Treichel

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