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Rettung auf dünnem Eis

Feuerwehr-Übung in Neuendorf Rettung auf dünnem Eis

Auf der Kleinen Plötze in Neuendorf haben am Sonnabend Feuerwehrleute aus Teschendorf, Nassenheide und Grieben die Rettung von Menschen geübt, die im Eis eingebrochen sind. Bei klirrender Kälte hieß es für die Teilnehmer: Jacken aus und Helme ab!

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Mit einer Leiter robbt ein Feuerwehrmann zum Kollegen, der auf dem auf dem zugefrorenen See den Eingebrochenen spielt.

Quelle: Helmut Schneider

Neuendorf. Freitagabend, es ist kurz vor 18 Uhr, herrscht absolute Stille über der vom Mondlicht fahl beschienenen Kleinen Plötze vor dem Ortseingang Neuendorf. Plötzlich aus der Ferne schweres Motorengebrumm – fünf voll ausgerüstete Feuerwehrautos, aus Teschendorf kommend, füllen die Straße aus und halten am Ufer des kleinen Sees in der Nähe des von Anglern angelegten Steges an.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Teschendorf, Nassenheide und Grieben packen betriebsam Notstromaggregat, Scheinwerfer, Leitern und Seile aus. In wenigen Minuten ist die total zugefrorene Kleine Plötze bis zur Mitte erleuchtet. Der Teschendorfer Sven Lauble schart seine Mannen um sich und erläutert den Zweck dieser von ihm als Gruppenleiter geplanten Übung.

Es geht um Eisrettung, sagt er ihnen. Leichtsinnige Menschen, oft auch Kinder, würden trotz Warnungen nicht freigegebene Eisflächen betreten und einbrechen. Der See hat eine Eisschicht von 15 Zentimetern und ist also für diese Übung ideal. Trainiert wurde der Weg des Helfers zum Opfer und dessen Transport zurück zum Ufer. „Wir haben die Möglichkeit, mit unseren Steckleitern zu helfen. Je dünner das Eis, umso größer muss die Auflagefläche sein. Dann immer nur einer“, erklärte Sven Lauble und demonstrierte das mit den auf dem beschneiten Eis liegenden Leitern. Entweder auf den Knien kriechend mit der Leiter oder bei sehr dünnem Eis sogar robbend geht es vorwärts zum Eingebrochenen. Daneben zieht der Helfer neben sich Leitern mit, auf denen dann das Opfer in gleicher Weise an Land gebracht werden soll. Die Leitern sind wie der Retter angeseilt. Nach geglückter Rettung aus dem Wasser ziehen die Kameraden dann Opfer und Retter wie auf Schlitten an Land.

Nach dieser Einweisung und Vorführung von Sven Lauble, ermunterte er die Kameraden, das nun in der Praxis zu trainieren – trotz eisiger Kälte sich in den Schnee zu legen und Leben zu retten. Jeweils ein Feuerwehrmann spielte den zu Rettenden in der Seemitte, an den dann die anderen heran krochen oder robbten und ihn schließlich in Sicherheit brachten. „Jacken aus und Helme ab“, befahl Lauble dazu.

Alles klappte. Danach gab es zur Belohnung Bratwurst und Glühwein. Dabei bestätigten übereinstimmend die Verantwortlichen der drei beteiligten Wehren David Schädler (Nassenheide/ 18 Kamerden), Mario Lorenzen (Grieben/ 18 Kameraden) und Sven Lauble (Teschendorf/ 30 Kameraden), dass sie eine äußerst enge Zusammenarbeit pflegen und sich mehr als gemeinsame Feuerwehr sehen. Dieser Abend sei ein guter Beweis dafür.

Übrigens wiederholt Sven Lauble diese Übung am Sonnabend mit der Jugendfeuerwehr und am Nachmittag noch einmal mit den Schichtarbeitern.

Von Helmut Schneider

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