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Oberhavel Rettung für Schwergewichte
Lokales Oberhavel Rettung für Schwergewichte
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11:39 01.03.2017
Bisher konnten nur Patienten mit einem Gewicht bis zu 150 Kilo transportiert werden, mit dieser Patiententrage können sie bis zu 230 Kilo auf die Waage bringen. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Ein Spezialwagen für Schwergewichte ist am Dienstag in der Rettungswache in der André-Pican-Straße offiziell in Dienst gestellt worden. Ab 1. März ist er im Einsatz – im Regeldienst mit den weiteren 17 Rettungstransportwagen (RTW). Doch der Spezialist für 233 000 Euro kann mehr. Er ist mit 2,45 Metern nicht nur 45 Zentimeter breiter als ein normaler RTW, er hat vor allem Spezialtechnik für rund 40 000 Euro an Bord.

„Die Zahl der Schwergewichtigen steigt auch in Oberhavel. Sie haben genauso ein Recht auf schnelle Rettung. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, so Landrat Ludger Weskamp bei der gestrigen Übergabe. In den vergangenen anderthalb Jahren waren acht extrem übergewichtige Patienten vom Rettungsdienst zu versorgen gewesen. Dazu gehört, wer mehr als 150 Kilogramm auf die Waage bringt. „180 bis 200 Kilo sind nicht selten, der schwerste Patient, den wir abholen mussten, wog 230 Kilogramm“, so Rettungswachenbereichsleiter, André Buhlan. Bisher mussten Rettungswagen aus der Uckermark diese Aufgabe übernehmen.

Es ginge bei der Neuanschaffung, die einen ausgedienten RTW ersetzt, nicht nur darum, die Kranken sicherer zu transportieren, sondern auch darum, Rücken und Knochen der Retter nicht über Gebühr zu belasten. Und wenn ein Kranker aus dem Bett im vierten Stück abzuholen ist und das Treppenhaus schmal? „Dann sind wir nach wie vor auf die Hilfe der Feuerwehrleute mit angewiesen“, so Buhlan.

Der Schwertransporter hat nicht nur eine elektrisch höhenverstellbare Spezialliege an Bord, die maximal 318 Kilogramm aushält und mit 95 Zentimetern 40 Zentimeter breiter ist als die Liegen in den normalen RTW, zudem auch zwei Spezialtragetücher, auf denen Patienten mit zehn Mann angehoben werden können. Ein Tuch kann durch Absaugen von Luft aus den Kammern den Kranken fest wie in einem Gipsbett umschließen und stabil halten, erklärt Rettungsdienstleiterin Juliane Lieger. Auch gibt es im Wagen spezielle Reanimationstechnik für den großen Leibesumfang. Und es ist ein Spezialstuhl, belastbar mit 227 Kilo an Bord, auf dem der Patient sicher über die Stufen des Treppenhausen bugsiert werden kann, ebenso zwei rutschenartige Kunststoffbretter für enge Räume, die aus der Eis- oder Bergrettung stammen.

„Wir haben mit dem Fahrzeug auch die Rettungskette geschlossen, um übergewichtige Patienten nahtlos versorgen zu können. Vom Transport bis auf den OP-Tisch.“ Auch diese seien für derartige Fälle umgerüstet worden, so Detlef Troppens, Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken.

Von Heike Bergt

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