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Oberhavel Richtfest in der Gartenstraße
Lokales Oberhavel Richtfest in der Gartenstraße
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17:39 21.06.2017
Hatten gestern Grund zum Feiern: Bauleiter Olaf Zornow von der Firma Groth und Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski (r.). Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Der Richtkranz ist am Mittwochnachmittag über dem vieretagigen Neubau in der Gartenstraße 4 aufgezogen worden. Zum Jahresbeginn 2018 sollen die insgesamt 22 Wohnungen – elf Einraumwohnungen, sechs Zweiraumwohnungen und fünf Dreiraumwohnungen – vermietet werden. Der Quadratmeterpreis steht noch nicht genau fest.

Der Neubau für 2,6 Millionen Euro, den die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Woba) finanziert, ist ein Pilotprojekt: „Und vor allem Integrationsprojekt“, so Geschäftsführer Bernd Jarczewski. Mit diesem Projekt hatte Architekt Oliver Langhammer aus Berlin im Frühjahr 2016 auf der Biennale in Venedig zum Thema „Bauen für Flüchtlinge“ teilgenommen. Anschließend sei das Haus auf Oranienburger Ansprüche zugeschnitten worden.

„ Die Wohnungen sollen an Menschen mit geringen oder gar keinem Einkommen und an Geflüchtete vermietet werden, die in der Gemeinschaft auch ein Stück weit wohnen lernen sollen“, so Bernd Jarczewski.

Es ist das erste WobaHaus mit einem Laubengang in der Stadt. So kann man vor der Wohnungstür sich auch begegnen und gemeinsam sitzen. Es hat im Erdgeschoss zudem einen flexiblen Gemeinschaftsraum. Da aber solch ein „Haus mit Gemeinschaftsraum erfahrungsgemäß von allein nicht funktioniert, ist der Märkische Sozialverein gewonnen worden, ihn zu betreuen“, so der Woba-Geschäftsführer. Ein Konzept ist gerade im Entstehen.

„Unser Ziel ist es, besonders kleine, aber auch größere und vor allem bezahlbare Wohnungen zu bauen. Deshalb gebe es keinen Fahrstuhl und keine Balkone, die das Gebäude teuer gemacht hätten. Gedämmt wird mit Mineralwolle. Sollte es mit dem Gemeinschaftsraum nicht funktionieren, könne durch die segmentartige Bauweise im Innern schnell umstrukturiert werden.

Ob Stadtvillen an der Havel, Neubauten am Bötzower Platz oder sanierte Häuser – „es wird an alle Zielgruppen in Sachen Wohnraum gedacht“, so Hans-Joachim Laesicke (SPD). „In unserer Stadt gilt das Miteinander auch in der Wohnungspolitik“, so der Bürgermeister.

Von Heike Bergt

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