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Richtkranz auf der neuen Rettungswache

Oranienburg: Bauvorhaben an der André-Pican-Straße Richtkranz auf der neuen Rettungswache

Die Rettungssanitäter und -assistenten von Oranienburg müssen seit Jahren mit einem Provisorium auskommen. In der alten Rettungswache, dem ehemaligen Feuerwehrdepot der Stadt, herrschen schlechte Arbeitsbedingungen. Nun entsteht gleich nebenan eine neue Wache. Am Freitag wurde feierlich der Richtkranz auf den Rohbau gesetzt.

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Klinik-Geschäftsfüherr Detlef Troppens schlägt den letzten Nagel ins Gebälk.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Oranienburg. Im Dezember wird alles besser. Dann sollen die 39 Rettungssanitäter ihre neue Wache beziehen. Das war jedenfalls das Versprechen, das Detlef Troppens am Freitag auf der Baustelle an der André-Pican-Straße 41 abgab. Der Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken feierte mit Landrat Ludger Weskamp und vielen Gästen das Richtfest für den Rohbau. „Nach 15 Jahren hat es nun doch noch geklappt“, meinte Troppens. Solange hat es gebraucht, um ordentliche Arbeitsbedingungen zu schaffen für die Mitarbeiter mit den meisten Einsätzen aller zwölf Rettungswachen im Kreis. „Die Kollegen haben das verdient“, so der Geschäftsführer. 1,9 Millionen Euro hat der Landkreis für den Neubau vorgeschossen. „Wir landen unter dieser Summe“, lieferte Troppens am Freitag das nächste Versprechen ab.

Keine optimalen Bedingungen

Die derzeitige Rettungswache ist im ehemaligen Feuerwehrdepot von Oranienburg untergebracht. Und die Rettungsdienstler sind weiß Gott nicht die einzigen, die in diesem Gebäude arbeiten. Nicht nur separate Sanitäranlagen fehlen, sondern auch Räume für die Mitarbeiter und für die anspruchsvolle Arbeit, die sie leisten. Bei einem Blick in die jetzige Wache musste man kein Fachmann sein, um zu wissen: Das sind keine optimalen Bedingungen.

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Beim Richtfest für die neue Rettungswache in Oranienburg gab es am Freitag einen großen Bahnhof. Landrat Ludger Weskamp und seine Dezernenten, Detlef Troppens, der Oberhavel-Kliniken, Planer, Archikekt, Bauleute udn die rettungsdienstmitarbeiter feierten den fertigen Rohbau.

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Selbst beim Rundgang durch die völlig kahlen Räume im neuen Rohbau wurde schon klar, wie eine moderne Rettungswache aussehen sollte. 638 Quadratmeter Nutzfläche, allein die Fahrzeughalle misst etwa 300 davon. Die vier Tore führen wieder zur André-Pican-Straße hinaus. Drei Rettungswagen und ein Krankentransportwagen werden in der ersten Reihe stehen. Bei der Planung wurde gleich weiter gedacht. „Wir haben ein bisschen auf Zuwachs gebaut“, sagte Troppens. In der Fahrezughalle ist Platz für insgesamt sieben Einsatzwagen. Die Einsatzzahlen sind ständig steigend. Die Rettungsdienstmitarbeiter an der André-Pican-Straße sind für Oranienburg, Zühlsdorf, Borgsdorf und Birkenwerder zuständig und kümmern sich abschnittweise auch um die B 96, die B 273 und die BAB 10. Allein in Oranienburg hält der Zuzug von Einwohnern seit Jahren an.

Großer Aufenthaltsraum mit Küche

In der neuen Wache werden die Mitarbeiter endlich einen großen Aufenthaltsraum mit Küche haben. Die Raumanordnung im Erdgeschoss ist auf kurze Wege ausgerichtet. Im hinteren Teil liegen abgeschottet die Ruheräume. Und es gibt genügend Platz zum Desinfizieren von Geräten und Fahrzeugen sowie separate Räume für Material und Medizinvorräte.

„Und kein Dritter muss unsere Wache noch betreten“, sagte Bereichsleiter André Buhlan. Über eine Schleuse, die von der Dr.-Heinrich-Byk-Straße zu erreichen ist, werden Materialien und Sauerstoffflaschen angeliefert, zum Beispiel auch, wenn alle Kräfte im Einsatz sind.

Im Obergeschoss der neuen Wache werden ein Konferenzzimmer, ein Schulungsraum und Büros entstehen. Bald kommen die ersten vier Auszubildenden nach Oranienburg, sie wollen Notfallassistenten werden.

Bevor es am Freitag ans Buffet ging, wurde noch über die Farbgebung der Fassade verhandelt. André Buhlan und seinen Kollegen schwebte eine anthrazitfarben abgesetzte Fassade vor. „Das sieht doch modern aus“, sagte Buhlan. Doch die Spitzen der Kreisverwaltung und Geschäftsführer Detlef Troppens favorisierten hellere Töne. Lange wird es nicht mehr dauern, bis zu sehen ist, wer sich durchgesetzt hat.

Von Andrea Kathert

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