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Riesenschnecke Berta aus Tierpark gerettet

Hennigsdorf Riesenschnecke Berta aus Tierpark gerettet

Jasmin Pillgrimm aus Hennigsdorf (Oberhavel) besitzt eine Ostafrikanische Riesenschnecke, die größer ist als ihre Hand. Vor drei Jahren haben Pillgrimm und ihr Lebensgefährte Ronny Konetzny die Schnecke namens Berta für fünf Euro aus einem Tierpark im Vogtland gerettet. Sie sollte dort Lebendfutter für Waschbären werden.

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Jasmin Pillgrimm und ihr Mann Ronny Konetzny zeigen ihre Riesenschnecke Berta.

Quelle: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Berta hat es nicht so mit Kameras. Als ihr Frauchen die Schnecke für das Motiv aus dem Terrarium nehmen will, hat sich das Tier in sein Haus zurückgezogen. „Dann muss sie unter die Dusche“, sagt Jasmin Pillgrimm (34). Gesagt, getan. Und tatsächlich: Berta kriecht nach den ersten Tropfen aus ihrem Häuschen. Das Foto ist gerettet. Wir schießen es auf dem Dach von Pillgrimms Wohnung in der Berliner Straße, kurz vor dem großen Regen.

Berta, benannt nach der resoluten Haushälterin der Kult-Sitcom „Two and a half Men“, ist eine beeindruckende Erscheinung. Wenn sie nur ein Stückchen aus dem Haus lugt, ist die Schnecke so groß wie eine Hand, dazu wiegt sie schätzungsweise 300 Gramm. Eine Ostafrikanische Riesenschnecke, wissenschaftlicher Name: Achatina fulica. Sie zählt zu den größten Landschnecken der Welt. Die Gehäuse werden bis zu 20 Zentimeter lang, ausgewachsene Tiere können bis zu 30 Zentimeter lang werden.

Auch Tausendfüßler halten die Hennigsdorfer in drei Terrarien

Auch Tausendfüßler halten die Hennigsdorfer in drei Terrarien.

Quelle: Paetzel

Vor drei Jahren haben Jasmin Pillgrimm und ihr Ehemann Ronny Konetzny (37) die Schnecke und drei weitere Exemplare aus einem Tierpark in Falkenstein (Vogtland) gerettet. Sie sollte dort Lebendfutter für Waschbären werden. Für fünf Euro kauften sie die Tiere frei, zu Hause bauten die beiden ein Terrarium. Überlebt hat bis heute aber nur Berta, die anderen Schnecken starben vermutlich an einem Virus oder einem Bakterium. Doch Berta ist heute nicht mehr allein, mittlerweile kriechen wieder drei Artgenossen mit ihr herum.

Die Tiere sind pflegeleicht. Alle paar Tage brauchen die Fleischfresser getrocknete Bachflohkrebse, dazu Quark, um ihren Eiweißbedarf zu decken. Damit das Häuschen stabil bleibt, legt Jasmin Pillgrimm eine Sepiaschale aus Kalziumquelle ins Terrarium. Dazu gibt es Gurke, Salat oder Paprika. Ansonsten liegt Erde und Moos im Terrarium, dazu ein Blumentopf, damit sich die Tiere zurückziehen können. Grausam wird es nur, wenn Berta und ihre Artgenosse wieder Eier legen. Zwischen 50 und 300 Stück sind das jedes Mal. Viel zu viel für die Wohnung von Jasmin Pillgrimm. Also „schickt sie die Eier nach Sibirien“. „Der Tiefkühlschrank ist die humanste Methode, Schnecken zu töten.“

Schon als Mädchen war die Hennigsdorferin verrückt nach den Tieren. Wo andere Mädchen mit Puppenhäusern spielten, baute Pillgrimm auf dem elterlichen Hof ganze Wohnanlagen für die Schnecken. „Trotzdem waren sie am nächsten Tag immer weg.“ Heute bleiben Berta&Co. da. Genau wie die vier „Tausies“, kapitale Tausendfüßler der Spezies Spirostreptus spec.1., dazu leben etliche Kellerasseln mit den Tieren in einem Terrarium. Am liebsten würde Jasmin Pillgrimm auch noch Saftkugler haben – schwarze, kugelige Tausendfüßler. „Die sind so niedlich. Leider kommen sie nur in Madagaskar vor und würden nicht überleben.“

Von Marco Paetzel

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