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Oberhavel Riesentorte zum Schuljubiläum
Lokales Oberhavel Riesentorte zum Schuljubiläum
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00:31 15.10.2015
Nicht stolpern: Die Riesentorte wird zur Schule gebracht. Quelle: Hafer
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Lehnitz

Vor siebzig Jahren, Anfang November 1945, wurde die Schule in Lehnitz eröffnet. Mit einer Festveranstaltung im Kulturhaus haben die Lehnitzer dieses Jubiläum gebührend gefeiert. „Es ist erstaunlich dass diese Schule über so viele Jahre bestehen konnte“, sagte der stellvertretende Schulleiter Klaus Meinecke in seiner Eröffnungsrede. Vor mancher Herausforderung stand die heutige Friedrich-Wolf-Grundschule im Laufe ihres Bestehens. Lange musste sie ohne Sporthalle auskommen. Erst im Jahr 2004 erfüllte sich der Wunsch, eine eigene Sportstätte zu besitzen. „Vieles wäre ohne das Engagement der Eltern und Schüler nicht möglich gewesen“ so Klaus Meinecke.

Was sich in den vergangenen Jahren so alles in der Friedrich-Wolf-Grundschule und auch in der Welt ereignet hat, konnten die Besucher der Feierstunde auch erfahren. Denn im Rahmen einer Projektwoche haben sich die Schüler mit der Geschichte ihrer Schule und den wichtigsten historischen Ereignissen auseinander gesetzt.

Lehrerin Angela Heise hat einen Großteil dieser Geschichte selbst miterlebt. Sie unterrichtet bereits seit 40 Jahren an der Friedrich-Wolf-Grundschule und kann sich keinen anderen Arbeitsplatz mehr vorstellen. „Es hat alles angefangen als ich 1976 meinen Mann geheiratet habe“, sagt Angela Heise. Im zuliebe ist sie aus der Region Halle/Leipzig weggegangen und nach Lehnitz gezogen. Auf der Suche nach einer Arbeitsstelle habe sie schließlich zwei Angebote gehabt, wobei man ihr gleich sagte: Geh nach Lehnitz, da ist es schön. „Ich bin dann mit dem Fahrrad hierher gefahren und dachte ich wäre im Urlaub“, berichtet sie. Doch es gab auch harte Zeit, wie Angela Heise erzählt. Die Wende sei der schwerste Einschnitt in der Geschichte der Schule gewesen. „Vor den Sommerferien waren wir noch über 20 Kollegen, danach auf einmal nur noch acht“. Dass sie selbst weiter an der Schule unterrichten durfte, sei für sie ein Traum gewesen. „Ich freue mich bis heute jeden Tag wenn ich auf den Schulhof gehe und die Kinder sehe“, sagt Angela Heise. „Sie sind ganz kleine Pflänzchen wenn sie hier ankommen und sind zu schönen großen Pflanzen herangewachsen wenn sie wieder gehen, das ist einfach schön.“

Lehrerin Mareike Wolski entstammt einer ganz anderen Generation. Sie wurde 1989 geboren und betreut in diesem Jahr ihre ersten Erstklässler. Doch was sie mit ihrer Kollegin verbindet ist die Leidenschaft für den Lehrerberuf und vor allem die Liebe zu ihrer Schule. „Schon als ich sechs war, wollte ich Lehrerin werden“ erzählt Mareike Wolski. „Als ich dann das Abitur gemacht habe, stand fest, dass ich Lehrerin an der Friedrich-Wolf-Grundschule werden möchte.“ Es habe sie dann für das Studium zwar erst nach Nürnberg gezogen, berichtet sie, doch bereits zum Referendariat sei sie wieder in Lehnitz gewesen. „Ich dachte mir damals, in diesem süßen gelben Haus kann man bestimmt toll unterrichten“ so die junge Lehrerin.

Am Ende der Festveranstaltung trugen die Schüler eine große Geburtstagstorte vom Kulturhaus in die Schule, wo anschließend alle Gäste gemeinsam Kaffee und Kuchen genießen konnten.

Von Danilo Hafer

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