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Oberhavel Riesige Rotbuche könnte Windrädern weichen
Lokales Oberhavel Riesige Rotbuche könnte Windrädern weichen
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12:24 23.05.2017
In einem Meter Höhe ein Umfang von 6,20 Metern. Die Starkbuche im Wald bei Beetz. Quelle: Verein
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Beetz

Seit längerem kämpfen die Mitglieder des Kremmener Landschaftsfördervereins „Oberes Rhinluch“ gemeinsam mit vielen Anwohnern gegen ein mögliches Windkraftgebiet im Wald bei Beetz, Sommerfeld, Hohenbruch und Neuhof.

Starke Wurzeln. Quelle: Verein

Anfang Juni wird der zweite Entwurf des Teilplans „Freiraum und Windenergie“ zur erneuten Anhörung in der Öffentlichkeit ausgelegt. „Der Landschaftsförderverein wird eine ablehnende Stellungnahme gegen diese Planungsabsicht abgeben“, sagt der Vereinsvorsitzende Sebastian Partzsch. „Dieses abwechslungsreich strukturierte Waldgebiet mit zahlreichen Laubwald- und Mischwaldanteilen ist aus unserer Sicht ökologisch viel zu wertvoll, um in ein Windenergie-Industriegebiet umgewandelt zu werden.“ Stattdessen solle ein naturbelassener Erholungswald entwickelt werden.

Stattlicher Baum. Quelle: Verein

Durch die Entdeckung einer riesigen Starkbuche in dem betroffenen Waldgebiet sieht sich der Vorstand des Landschaftsfördervereins in seiner Positionierung bestätigt. „Mitten in dem geplanten Windeignungsgebiet steht eine mächtige Rotbuche, für die in 100 Zentimetern Höhe über dem Boden ein Stammumfang von 620 Zentimeter gemessen wurde“, sagt Sebastian Partzsch. Solche gewaltigen Buchen seien etwa 250 bis 300 Jahre alt und in Deutschland ziemlich selten.

„Im Internet findet man eine Liste der dicksten Buchen in Deutschland, dort werden nur 35 Bäume aufgeführt“, so der Vereinschef weiter. „Der stärkste Baum in der Liste hat einen Umfang von unfassbaren 980 Zentimetern, der ,schwächste’ Baum hat einen Umfang von 635 Zentimetern, der Durchschnitt über alle Bäume liegt bei 710 Zentimetern. Das heißt, dass die im geplanten Windeignungsgebiet entdeckte Riesenbuche schon ziemlich nahe an die aufgelisteten Riesenbuchen kommt.“ Eine regionale Besonderheit sei der Baum auf jeden Fall.

Blick in die Baumkrone. Quelle: Verein

Von MAZonline

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