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Ringen um den Zugang zur Havelinsel

Birkenwerder Ringen um den Zugang zur Havelinsel

Die Havelinsel in Birkenwerder soll künftig nicht mehr öffentlich zugänglich sein. Der Gemeinde liegt ein Bauantrag der Berliner Wasserbetriebe vor, wonach an der derzeit einzigen Zufahrt ein Tor errichtet werden soll. Die Gemeinde positioniert sich gegen Verschließen der einzigen Zufahrt und erhält Schützenhilfe vom Umweltbeirat.

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Der markante Umriss der Havelinsel in Birkenwerder. Ein Tor soll künftig den Zugang versperren.

Quelle: Google Earth

Birkenwerder. Die Havelinsel in Birkenwerder, die zwischen der alten Havel und Oder-Havel-Kanal liegt, soll künftig nicht mehr öffentlich zugänglich sein. Der Gemeinde liege ein Bauantrag der Berliner Wasserbetriebe vor, wonach an der derzeit einzigen Zufahrt ein Tor errichtet werden soll, berichtet Bürgermeister Stephan Zimniok (BiF) auf Nachfrage. Laut Begründung sei das Gebiet um die Brunnengalerie für die Trinkwassergewinnung laut Hinweisen in jüngster Zeit stark mit Hundekot belastet.

Die Gemeinde habe eine ablehnende Haltung zu dem Vorhaben, da ein gemeinsames Wander-und Radwegprojekt mit Hohen Neuendorf damit „gestorben“ sei. Es bestehe jedoch die Hoffnung, mit den Flächeneigentümern noch einmal ins Gespräch zu kommen, um Alternativen zu beraten, so Zimniok. Die bestehe zum Beispiel darin, die Brunnen einzuzäunen.

Eine solche Umzäunung sei auch am Radweg Berlin – Kopenhagen möglich gewesen, warum nicht auch in Birkenwerder?, fragt Jürgen Lampe als Vorsitzender des Umweltbeirates Birkenwerder in einem Brief, den er in dieser Woche an den Bürgermeister gerichtet hat. Darin bittet er die Verwaltung, sich intensiv für ein Verhindern der Sperrung einzusetzen. Die Havelinsel sei unverzichtbarer Bestandteil des Naherholungsgebietes Havelwiesen, schreibt Lampe. Bereits früher habe es von der Havelbaude bis nach Borgsdorf einen Wanderweg entlang der Havel gegeben. Die abgerissene Brücke, deren Wiederaufbau vielfach gefordert wird, sei Bestandteil des Hohen Neuendorfer Landschaftsplanes. Als freie Landschaft unterliege die Insel dem Betretungsrecht laut Bundesnaturschutzgesetz.

„Bürger, mit denen wir über die drohende Zugangssperre sprachen, waren durchweg empört“, schreibt Lampe. Um die von einem Eigentümer angelegte Streuobstwiese gegen vereinzelt erkennbaren Vandalismus zu schützen, seien sowohl ein Zaun als auch eine Unterstützung seitens der Gemeinde beim Beseitigen der Schäden denkbar.

Von Helge Treichel

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