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Ritterfest in neuem Gewand

Spektakel auf Gut Zernikow Ritterfest in neuem Gewand

Am Sonnabend gab es auf Gut Zernikow wieder Dorffest und Ritterspektakel zu bestaunen. Höhepunkt waren in diesem Jahr die waghalsigen Schaukämpfe der Berliner Rittergilde. Die Tänze der Weiber und Mägdelein mussten allerdings ausfallen.

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Die Kämpfer der Rittergilde lieferten sich auf dem Gut Zernikow harte Schaukämpfe.

Quelle: Foto: Schöning

Zernikow. „Wir saufen den Met, bis die Sonne untergeht und tanzen bis zur Feuershow, das gibt es nur in Zernikow.“ So stand es am Ende der großen Programmtafel. Doch das 19. Ritterfest bot mehr und anderes. Traditionell hob sich am Sonnabend um 13 Uhr der Vorhang zum bunten Ritterspektakel, gleichzeitig das Zernikower Dorffest.

Der Umzug fiel jedoch aus. Die Schar der altertümlich gewandeten Schwert- und Lanzenträger, Knappen, Fahrensleute, edlen Frauen und handfesten Dorfweiber war schon im letzten Jahr so unattraktiv geschrumpft, dass das Organisationsteam um den 1.Vereinsritter Thomas Löwe den Umzug auf den Innenhof verlegte. Angeführt von dem neuen Herold Scott Mcglencairn, amüsanter Ausrufer seiner Majestät James II. von Schottland, zog alle Akteure vom einstigen Schafstall, vorbei am Gutsverwalter- und Herrenhaus bis zur Bühne auf der Ruine des ehemaligen Brau- und Dörrhauses.

Auf der Bühne begrüßten Wolfgang Schwericke vom Amt Gransee und der Gemeinde Großwoltersdorf sowie für den Hausherren, die Aqua Zehdenick, Martina Dahlenburg, die Gäste. Anschließend bot die Trommlergruppe der Menzer Fontaneschule ein ausgefeiltes Konzert. Auf dem Rasen am Brotbackhaus zeigten 20 Mannen der seit zehn Jahren bestehenden Berliner Rittergilde Schaukämpfe. In voller Eisenmontur präsentierten sie mit Schild, Schwert und Axt Mittelalter nicht weniger attraktiv als die bisherigen Turniere hoch zu Ross.

Es war gleichzeitig ein Erinnern an den zu früh verstorbenen Granseeer Uwe Bauer mit seinen handfesten „Gladiatores Regis“-Aufführungen. An alter Lagerleben-Stelle zeigte der Förderverein für Brauchtumspflege „Lilienbund“ aus Dabendorf Gewerke der Altvorderen wie eine Feldschmiede oder handbetriebene Drechselbank.

Bedauert wurde von vielen Freunden des Ritterfestes, dass sich das Markenzeichen der Festivität in Schall und Rauch auflöste. Die Holden Weiber und Mägdelein zeigten keinen ihrer Tänze. Einen netten, aber keineswegs gleichwertigen Ersatz bot die Mädchentanzgruppe aus Schulzendorf.

Der schwarze Ritter hingegen führte wieder eine Schar Knappen und Mägdelein auf die Schatzsuche durch den Ort. Für die Kids gab es auch Strohhüpfburg, Ponyreiten, Kinderschminken und ritterliche Wettkämpfe auf der Kinderturnierstechbahn.

Ab 17 Uhr saßen an der Rittertafel trinkfeste, hungrige, Mannsbilder in weiblicher Begleitung. Gegen 22 Uhr erhellte eine Feuershow das alte Gutsgelände. Doch damit war das 19. Ritter-und Dorffest noch lange nicht zu Ende.

Von Margot Schöning

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