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Riva-Stahlwerker protestieren in Brandenburg

Protest in Hennigsdorf und Brandenburg/Havel Riva-Stahlwerker protestieren in Brandenburg

In Hennigsdorf haben am Montagfrüh rund 250 Riva-Stahlwerker für die Zukunft ihres Betriebes demonstriert. In Brandenburg an der Havel hatte es eine ähnliche Protestaktion gegeben. Sie war auch Teil eines Massenprotests der Stahlbranche. In mehreren Städten und Bundesländern gingen Stahlwerker auf die Straße

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In Brandenburg an der Havel sind am Montag Hunderte Stahlwerker auf die Straße gegangen.

Quelle: Lauterbach

Hennigsdorf. Rund 250 Mitarbeiter haben sich am Montagmorgen vor dem Riva-Stahlwerk in Hennigsdorf versammelt, bevor etwa 100 von ihnen in Bussen zur Demonstration für die Zukunft der Branche zum Kanzleramt fuhren. In Brandenburg an der Havel gab es ebenfalls eine Protestaktion.

In Hennigsdorf sprachen unter anderem der SPD-Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher, Bürgermeister Andreas Schulz und Geschäftsführer Alain Creteur. Dieser erklärte 2016 zum Schicksalsjahr für die deutsche und europäische Stahlindustrie. Die Situation sei dramatisch. Es sei aber noch möglich, sie in den Griff zu bekommen.

Die nationalen Entscheidungsträger seien aufgefordert, Maßnahmen in Brüssel vorzuschlagen und von der EU-Kommission zügig beschließen zu lassen, forderte Creteur. Doch selbst wenn Brüssel Handelsschutzinstrumente erlassen und keine Verschärfung und des Emissionshandels eintreten würde, sei die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Stahlwerks angesichts von billigem Stahl aus Ländern wie China nicht gesichert. „Wir müssen weiterhin unsere Kosten senken und unsere Produktivität und Qualität steigern, um effizient und wirtschaftlich zu bleiben“, erklärte Alain Creteur. Zudem müsse man in Innovation und Technologie investieren, ständig Produktverbesserungen entwickeln und Prozessoptimierungen durchführen.

Seit Anfang März gilt Kurzarbeit in Stahl- und Walzwerk, die Produktion wurde erheblich gedrosselt. 173 der 632 Beschäftigten sind für zunächst vier Monate in Kurzarbeit gegangen. In der Woche vor Ostern ruhte die Produktion im Stahlwerk sogar komplett.

Vor dem Kanzleramt fand am Nachmittag der Stahlaktionstag zur Zukunft der Branche statt. Mit dabei waren Stahlwerker aus ganz Ostdeutschland und Bremen. Auch in Duisburg und Saarbrücken gab es Aktionen vor Stahlwerken.

Von Marco Paetzel

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