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Rivalen rüsten sich für die zweite Runde

Glienicke/Nordbahn Rivalen rüsten sich für die zweite Runde

Der amtierende Bürgermeister Hans Günther Oberlack (FDP/CDU) hat bei den Bürgermeisterwahlen in Glienicke am Sonntag mit 45,6 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinen können. Er muss jedoch gegen Uwe Klein (SPD), der auf 26,6 Prozent kam, in die Stichwahl. Die Vorbereitungen für die zweite Wahlkampfrunde haben schon begonnen.

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Amtsinhaber Hans Günther Oberlack (FDP/CDU).

Glienicke. Der amtierende Bürgermeister Hans Günther Oberlack (FDP/CDU) hat bei den Bürgermeisterwahlen in der Gemeinde Glienicke am vergangenen Sonntag mit 45,6 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinen können. Er muss jedoch gegen Uwe Klein (SPD), der auf 26,6 Prozent kam, am 8. Oktober in die Stichwahl. Ein starkes Ergebnis erzielte die Einzelbewerberin Steffi Elsner mit 17 Prozent. Ernst-Günter Giessmann (Die Linke) erreichte 10,8 Prozent.

In allen 13 Stimmbezirken konnte sich Amtsinhaber Oberlack souverän durchsetzen. Sein bestes Ergebnis erzielte er im Stimmbezirk Mensa mit 52,7 Prozent, das schwächste in der Gaststätte „Birkenwäldchen“ mit 39,5 Prozent. Sein SPD-Herausforderer Uwe Klein erreichte seinen höchsten Stimmenanteil im Stimmbezirk Eichenallee mit 35,6 Prozent. Seine schlechtesten Ergebnisse verzeichnete Klein im Bürgerhaus mit 23,0 Prozent sowie bei der Briefwahl mit 18,9 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 82,3 Prozent.

„Ich freue mich über das gute Ergebnis und danke meinen Wählern und Unterstützern für das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagte Oberlack. Alle Gratulanten habe er allerdings darauf hingewiesen, „dass am Ende die Stichwahl entscheidet“. Mit der habe er angesichts der Gegenkandidaten auch gerechnet. „Die 45 Prozent sind ein gutes Ergebnis. Allerdings müssen nun alle, die mich als Bürgermeister behalten wollen, mir am 8. Oktober ihre Stimme geben“, sagte der Amtsinhaber.

Herausforderer Uwe Klein (SPD)

Herausforderer Uwe Klein (SPD)

Quelle: Enrico Kugler

Seinen Wahlkampf werde er in der bisherigen Form fortsetzen, kündigte Oberlack auf Nachfrage an. Es gehe nun darum, die Wähler zu einem zweiten Urnengang zu motivieren. Darauf wolle er hinwirken. Er hoffe, dass die Wählerinnen und Wähler von ihrem demokratischen Recht in zwei Wochen erneut Gebrauch machen werden.

Wie wichtig es ist, die Wähler zu mobilisieren, unterstrich auch Uwe Klein. Vor acht Jahren sei die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl um rund 30 Prozent geringer ausgefallen. „Dass es eine Mehrheit gibt, die sich einen Wechsel an der Spitze des Glienicker Rathauses wünscht, zeigen die Wahlergebnisse vom 24. September“, sagt Klein. Immerhin hätten 54,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler nicht den derzeitigen Amtsinhaber, sondern einen der drei Herausforderer gewählt. Klein schlussfolgert: „54,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler sind mit der Amtsführung des derzeitigen Bürgermeisters unzufrieden.“

Der Herausforderer hat sich noch in der Wahlnacht an den Computer gesetzt, um das vorbereitete Material für die Stichwahl druckfertig zu machen. Bis 2.30 Uhr habe er am Rechner gearbeitet, sagt Klein. Ihm gehe es unter anderem darum, unterschiedliche Positionen herauszuarbeiten, beispielsweise bei den Themen entgeltfreie Kitas und bezahlbare kommunale Wohnungen, die er selbst jeweils befürworte. „Ich werde mich aber nicht an Herrn Oberlack abarbeiten“, kündigte Klein an. Für den Wahlkampf habe er vor der Stichwahl weitere zwei Wochen Urlaub genommen. Auch das unterscheide ihn vom Amtsinhaber.

Dass das Wahlergebnis aus dem Wahllokal in der Kita „Sonnenschein“ am Sonntag zwei Stunden länger benötigte, um in der Ergebnisliste aufzutauchen, begründet Wahlleiterin Susanne Pankow mit der Plausibilitätsprüfung des Computers. Die Schnellmeldung sei vom System zunächst nicht akzeptiert worden. Deshalb hätten die Daten überarbeitet werden müssen, damit sie für den Rechner plausibel sind, erklärte die Wahlleiterin. Ansonsten habe es keine Auffälligkeiten gegeben.

Von Helge Treichel

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