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Oberhavel Robert Hiersemann trifft die Fußballstars
Lokales Oberhavel Robert Hiersemann trifft die Fußballstars
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10:49 14.03.2017
Robert Hiesemann bei einem Gespräch mit Weltmeister Benedikt Höwedes von Schalke 04. Quelle: privat
Sommerfeld

Für welchen Fußballverein sein Herz schlägt, will Robert Hiersemann nicht sofort verraten. „Aus taktischen Gründen“, sagt der 28-Jährige und muss doch schmunzeln. Denn der Sommerfelder fühlt beruflich seit einigen Jahren den Bundesliga-Stars auf den Zahn. Mit Stift und Zettel plus Diktiergerät ­bewaffnet, ist Hiersemann auf der Suche nach Geschichten, jagt nach den 90 Minuten in der Mixed-Zone nach Stimmen der Torjäger. Robert Hiersemann ist mittendrin statt nur dabei. „Ich bin halt mit Herz und Seele Fußballer“, sagt er. „Wenn ich schon kein Fußball-Profi geworden bin, kann ich heute wenigstens über sie schreiben.“

Hiersemann, der nach dem Umzug seiner Eltern von Berlin nach Oberhavel in Sommerfeld groß geworden ist und seitdem bei belafarm Beetz/Sommerfeld die Fußballschuhe schnürt, hatte nach seiner Grundschulzeit in Beetz und dem Abitur am evangelischen Gymnasium in Neuruppin ein Jura-Studium begonnen. „Aber nach drei Semestern abgebrochen“, erzählt er. So startete Hiersemann 2010 eine Ausbildung als Medienkaufmann bei Axel Springer. „Da hatte ich die ersten Berührungspunkte mit der Sportredaktion. Ich war sofort angezündet“, erinnert sich Hiersemann. Als freier Mitarbeiter bei Bild.de und der Sport-Bild lernte er die ersten Stars der Bundesliga kennen. „Ich war für Darmstadt 98 zuständig und habe die tolle Zeit des Aufstiegs in Liga eins mitgemacht“, plaudert „Hierse“, wie er liebevoll von den Kollegen genannt wird.

Robert Hiersemann an seinem Arbeitsplatz Quelle: Zimmer

Nach der Zeit auf der Journalistenschule von Axel Springer ging es nach Essen, wo er nun über die Kicker von Borussia Dortmund, Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach schrieb. Das Interview mit dem Ex-Herthaner Raffael, der schon lange bei Borussia Mönchengladbach spielt, wird der Sommerfelder so schnell nicht vergessen. „Mein Chefredakteur wollte, dass wir Raffael eine Günter-Netzer-Perücke aufsetzen“, sagt Hiersemann. „So nach dem Motto alter Spielmacher, neuer Spielmacher. Raffael wusste von nichts. Ich war ganz schön aufgeregt, ob er das Spielchen mitmacht.“ Am Ende hat er – und Robert Hiersemann war überglücklich.

Seit 2017 arbeitet der Mittelfeldspieler nun beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass auch den überregionalen Sport der MAZ liefert. „Ich wollte einfach mal was anderes machen“, erklärt Hiersemann den Wechsel nach Hannover. „Kein Wochen-Magazin, kein Boulevard. Das Team hier fetzt. Es macht riesen Spaß. Zudem kümmere ich mich auch um den Sportbuzzer. Zum Start war ich gleich für das RND in Spanien.“ Da hatten Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Mainz 05, Augsburg und der SC Freiburg ihre Zelte für das Sommertrainingslager aufgeschlagen. „Dass das Spaß gemacht hat, brauche ich nicht zu sagen. Ein super Einstieg für mich.“

Auch ein Gespräch mit Schalkes Benedikt Höwedes bleibe in Erinnerung. „Der Mann war absolut bodenständig, nicht überheblich oder abgehoben“, beschreibt Hiersemann. „Wir haben über die Fußballwelt geplaudert. Wie die sich verändert hat. Ein cooles Gespräch.“

Robert Hiesemann wohnt nun in Hannover. Seine Freundin Anne lebt noch in Berlin. Bei seinem Heimatverein in Sommerfeld gibt es noch einen Spielerpass. „Ich kann aber kaum noch spielen“, sagt Hiersemann, der gern an den Aufstieg mit der ersten Mannschaft in die 1. Kreisklasse denkt. „Damals habe ich mit meinen Brüdern David und Tim zusammengespielt“, schwärmt der Reporter, der schließlich doch noch einen Lieblingsverein aus der Bundesliga verrät: Hertha BSC. „Das ist der Verein, wo ich halt herkomme.“

Von Sebastian Morgner

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