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Oberhavel Rock am Hafen
Lokales Oberhavel Rock am Hafen
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17:40 21.08.2016
Machten am Sonnabend den Auftakt: J.O.E. aus Kremmen. Quelle: Schneider
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Hennigsdorf

„Es fing in den 1990er-Jahren ganz bescheiden mit 50 Gästen an – jetzt feiern wir die zwölfte Auflage von Rock am Hafen und dürfen mit rund 1000 Besuchern rechnen“, sagt der 36-jährige Drummer Danilo Baath vor Konzertbeginn. „Und alle Bands spielen kostenlos“. Baath ist einer von 40 Mitgliedern der „Musikinitiative Hennigsdorf“, die dieses Rockkonzert am Sonnabend ehrenamtlich auf die Beine gestellt haben.

„Wir sind von Rockmusik besessen. Viele von uns spielen in verschiedenen Bands, die meist in den von der Stadt Hennigsdorf großzügig zur Verfügung gestellten Räumen proben“, ergänzt Gitarrist Dave Riedel. „Die Stadt unterstützt uns auch finanziell, ebenso die Stadtwerke, die beiden Wohnungsgenossenschaften WHG und HWB sowie die Trotzer Effektivwerbung.“ Ohne deren Hilfe könnten die Kosten von 8000 Euro nicht gestemmt werden. So aber finden alle Bands professionelle Bedingungen vor. Das fängt bei der Beschallung und Beleuchtung an, die von dem Hennigsdorfer Profi Sebastian Ott übernommen wurde und geht weiter mit einer entsprechenden Bühne von „S. und T. Veranstaltung“ aus Hohen Neuendorf. Dazu kommen Zelte für den Backstagebereich, aber auch für die Zuschauer, nebst Tischen und Bänken.

Punkt 17 Uhr eröffnet der Chef der „Musikinitiative Hennigsdorf“, Tom Tibs, das Konzert und übergibt an Andrea Stadtaus von der Stadt Hennigsdorf, die den Abend gekonnt moderiert. „Mir macht das großen Spaß“, sagte sie und kündigte als erste Band J.O.E. (Acoustic Power Rock) aus Kremmen an, die ebenfalls in Hennigsdorf proben. Die drei Musiker (E-Gitarre, Akustikgitarre, Gesang) beginnen mit einem Blues, wobei die angenehm raue Stimme von Oliver Rosewald auffällt. Das Trio spielt souverän seinen Part mit Titeln von Jonny Cash bis Jimmy Hendrix herunter und verleiht dabei der Musik eine ganz eigene Note. Ein gelungener Auftakt und ein musikalischer Gewinn. Das sieht auch das Hennigsdorfer Ehepaar Lothar und Marianne Pothenick so. „Wir interessieren uns sehr für Musik und hören den Bands gern zu, zumal sie praktisch vor unserer Haustür spielen“, so die Meinung der beiden 80-Jährigen!

Mit dem musikalischen Einzelkämpfer Dimes aus Hennigsdorf geht es weiter, der leidenschaftlich seine eigenen Lieder, teilweise im atemberaubenden Sprechtempo vorträgt. Ganz besonders gefällt dem Publikum dabei sein Song „Ich suche die Perfektfrau“.

Einen schönen Kontrast dazu bildet die Berliner Rockband „Crawling Noise“, die trotz einsetzenden Regens mit kompromisslosem hartem Rock ’n’ Roll und fliegenden langen Haaren Stimmung in die Runde bringen. Ihnen folgt „Urgent Fury“, die ebenfalls aus Berlin kommen, abgelöst von den Oranienburger Bluesrockern „Stumbling Jay And The Fabulous“. Den Abschluss machen die Berliner Punkband „Venterra“ und die Hennigsdorfer Hardcoretruppe „Homerun“. „Die spielen bis der Ton abgedreht wird oder bis sie von der Bühne fallen“, freut sich Tom Tibs schon vorher auf den Auftritt.

Von Helmut Schneider

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