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Ruine mitten in der Stadt verschwindet

Gransee Ruine mitten in der Stadt verschwindet

Die Gewo Gransee will Anfang April damit beginnen, der Ruine in der Rudolf-Breitscheid-Straße 28 neues Leben einzuhauchen. Es ist eine Komplettsanierung, die mit Städtebaumitteln gefördert wird.

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Aus dieser Ruine soll bis Ende des Jahres ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen.

Quelle: Stefan Blumberg

Gransee. Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt wird es ernst. Die Genehmigungen sind da, der Bauablaufplan liegt vor, die Ausschreibungen gingen raus. Die Gewo Gransee will Anfang April damit beginnen, der Ruine in der Rudolf-Breitscheid-Straße 28 neues Leben einzuhauchen. Es ist eine Komplettsanierung, die mit Städtebaumitteln gefördert wird. „Es ist in diesem Jahr unser größtes Projekt“, sagt Gewo-Geschäftsführerin Marion Schönberg.

2014 hatte das Unternehmen die Immobilie im Herzen der Stadt erworben. Seitdem laufen die Planungen für eine Modernisierung. „Es war ein langer Weg. Wir mussten einige Hindernisse beseitigen“, so Susann Mietrasch, bei der Gewo zuständig für Technisches Immobilienmanagement, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Das Gebäude befand sich schon damals in einem desolaten Zustand. Es mussten umfassende Sicherungsmaßnahmen gemacht werden. Eine Absperrung vorm Haus macht das sehr deutlich.

Die Planung sieht vor, dass im Erdgeschoss Platz für Gewerbe sein wird, darüber entstehen zwei Wohnungen. Ziel ist es, das stadtprägende Gebäude zu sanieren und optisch ins Stadtbild einzupassen. Die Arbeiten werden archäologisch begleitet. Für die bauausführenden Firmen wird es eine Herausforderung, da sich die Baustelle mitten im Stadtzentrum und unmittelbar neben zwei anderen Häusern befindet. Die Ruine wirkt wie ein verfaulter Zahn in einem gesunden Gebiss. In der Bauphase wird es halbseitige Straßensperrungen geben. Kurzzeitig – wenn schweres Gerät genutzt wird – ist auch mit Vollsperrungen zu rechnen. Wenn alles gut läuft, ist das Haus im Dezember fertig.

Einen Mieter hat die Gewo schon: den „GranSeher“ (Augenoptik und Hörakustik). Geschäftsführerin Judith Behm: „Wir haben von Anfang an darauf hingearbeitet, in das Gebäude einziehen zu können. Unser jetziges Geschäft ist etwas weg von der Laufkundschaft. In der Nähe der Sparkasse und der Apotheke versprechen wir uns mehr Zulauf. Wir hoffen, dass dann auch der letzte Granseer Einwohner mitbekommt, dass es in der Stadt einen Optiker gibt.“ Im Moment befindet sich der „GranSeher“ in der Rudolf-Breitscheid-Straße 75, also in Richtung Bundesstraße 96. Die Ladenfläche sei mit 190 Quadratmetern zu groß. Im neuen Domizil stehen 140 Quadratmeter zur Verfügung. „Die Möbel, die wir bei der Geschäftseröffnung in den jetzigen Laden einbauten, waren schon von den Maßen her für den neuen Laden gekauft worden“, sagt Judith Behm, die im Sommer 2015 quasi die Nachfolge von Optiker Manfred Schmidt angetreten hatte. Mit dem Umzug seien die Bedingungen für das Geschäft ideal.

Für die Gewo stehen als nächste größere bauliche Herausforderungen die Wohnungen in den Wohnquartieren an. Begonnen damit wird aber erst Ende 2017, Anfang 2018 zu rechnen sein, wie Marion Schönberg sagte.

Von Stefan Blumberg

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