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Rundumpaket für alle Bauherren

Velten Rundumpaket für alle Bauherren

Die Fachmesse in Velten zog am vergangenen Wochenende jede Menge Hauseigentümer, und solche, die es werden wollen, an.

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Beate Tscherwinka und Thomas Martens ließen sich gern von den Polizistinnen Cordula Bliß und Elke Schmidt (v. l.) beraten.

Quelle: Foto: Andrea Kathert

Velten. Für Thomas Martens war die Sache klar, noch bevor er überhaupt die Hälfte der Stände in der Ofen-Stadt-Halle gesehen hatte. „Ich habe mein Ziel schon erreicht.“ Auf der Baumesse bekäme er alle Informationen, die er sich gewünscht hatte. „Hier gibt es alles auf einem Fleck zum Hausbauen, zum Einbruchsschutz, alles über Fenster, Türen, Treppen bis hin zum Gartenzaun“, sagt Martens. Der Stapel Prospekte unter seinem Arm hatte schon einen beachtlichen Umfang. „So was gibt’s bei uns nicht.“ Thomas Martens war mit seiner Frau, Beate Tscherwinka, extra aus Eberswalde nach Velten gekommen. Die beiden wollten sich schlau machen, bevor sie sich an den Bau eines Hauses wagen.

Bei den zahlreichen Ausstellern in der Ofen-Stadt-Halle blieb am Wochenende wahrscheinlich bei vielen künftigen Bauherren keine Frage offen. Fast jedes Gewerk, jede Branche präsentierte sich. Vom Dachziegel bis zur Wärmepumpe im Keller, von Energieeinsparung bis zur maßgeschneiderten Finanzierung war alles zu finden. Zum zweiten Mal wurde die „OberhavelBau“ in Velten veranstaltet. Anbieter aus dem Landkreis, aus Berlin und Brandenburg teilten sich die Fläche in der Ofen-Stadt-Halle.

Der Bauboom in Oberhavel scheint weiter anzuhalten. Aber nicht nur junge Familie ließen sich zu ihrem künftigen Eigenheim beraten. Auch Paare im besten Alter gehörten zu den Messebesuchern. Die einen tragen sich mit dem Gedanken, noch mal neu für den letzten Lebensabschnitt ganz altersgerecht zu bauen. Die anderen kamen, um sich über Modernisierungen schlauch zu machen.

Die meisten Anbieter hatten viel Infomaterial, große Poster und Modelle aus ihrer Branche dabei. An den meisten Messeständen führten Geschäftsmänner in Schlips und Kragen die Beratungsgespräche. Da fiel der kleine Stand von Reinhard Liß aus Bestensee deutlich aus dem Rahmen. Zumal der wortgewandte Handwerker nicht nur in einer Tour redete, sondern gleichzeitig vorführte, wovon er sprach. Im Handumdrehen zeigte er, wie Silikonfugen an Waschbecken und Duschen kinderleicht zu erneuern sind. Die einfachen Werkzeuge dafür haben Hausbesitzer in ähnlicher Form sicher schon mal gesehen oder selbst benutzt. Es waren die kleinen Raffinessen und die Tipps von Reinhard Liß, die die Besucher an seinem Stand verweilen ließen. Jeder durfte mal probieren. Selbst gestandene Hobbyhandwerker ließen sich überzeugen. „Ja, das ist schon beeindruckend“, sagte Friedhelm Brüntrup. „Ich bin schließlich gelernter Elektriker.“ Seine Frau Christa Lorenz fand sichtlich Spaß am Verfugen. „Der ist ein Meister seines Fachs“, lautete ihr Urteil über Reinhard Liß, dessen Vorführungen einen hohen Unterhaltungswert hatten. Der Mann aus Bestensee hat Buchdrucker gelernt, sich als Maurer und Kneipier verdingt und tingelt seit 1992 an mindestens 45 Wochenenden im Jahr über Baumessen. Und hat Spaß daran.

Gut besucht war auch der Stand der Polizeiinspektion Oberhavel. Das Thema „sicher Wohnen“ beschäftigt offenbar viele Menschen. „Die Leute sind aufmerksamer geworden, und sie wollen sich wirklich informieren zum Thema Sicherheit“, sagte Kriminalhauptkommissarin Cordula Bliß. Sie stand nicht zum ersten Mal auf einer Messe. „Die Eigentümer wollen selbst etwas tun, schließlich möchte sich jeder in seinem Privatbereich wohlfühlen“, ist die Erfahrung der Polizei. „Und uns ist am liebsten, die Leute lassen sich beraten schon bevor sie bauen“, meinte Cordula Bliß.

Von Andrea Kathert

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