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Oberhavel Runge – der unangepasste Querdenker
Lokales Oberhavel Runge – der unangepasste Querdenker
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00:17 29.03.2017
Die Stadt Oranienburg ehrte den vor 150 Jahren verstorbenen Forscher Friedlieb Ferdinand Runge. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Etwa 30 Oranienburger erinnerten am Sonnabend anlässlich des 150. Todestages am Grabstein von Friedlieb Ferdinand Runge an den Forscher und Wegbereiter der modernen Chemie und Farbenindustrie.

Runge ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass die größten Innovationen oft von denen ausgehen, die unkonventionell sind und neue Wege beschreiten“, sagte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. Seine Persönlichkeit lehre auch 150 Jahre nach seinem Tod, dass weder damals noch heute Menschen auf ihre Äußerlichkeiten reduziert werden dürften, sondern man gerade denen aufgeschlossen begegnen sollte, die unangepasst sind.

Runges lange zottelige Haare und sein monatelanger Rückzug aus der Gesellschaft, um mit dem stinkenden Steinkohleteer zu forschen, sei von vielen im damaligen kleinbürgerlichen Oranienburg abschätzig betrachtet worden. Der Wissenschaftler schuf aber die Grundlage für die Verwertung des Anilins und des Phenols aus Steinkohleteer und beschrieb erstmals das Koffein. Auch die erste Stearinkerze trat von der Chemischen Produktenfabrik in Oranienburg ihren Siegeszug um die Welt an. „Ich wünsche mir, dass inzwischen Querdenker oder Normabweichler in unserer Stadt die Toleranz und Unterstützung finden, die Runge damals versagt blieb“, so Laesicke.

Schülerinnen und Schüler des Rungegymnasiums erinnerten am Grabstein unter anderem an die Begegnung Runges mit Goethe und zitierten Hoffmann von Fallersleben, der mit dem Forscher befreundet war. Die angehende Abiturientin Lea Rosow spielte Querflöten-Solos. Pfarrer Arndt Farack las zum Abschluss eine Andacht zu Ehren Runges.

Von Heiko Hohenhaus

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