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„SMS für dich“: Anwohner erinnern sich an Dreharbeiten

Oberhavel „SMS für dich“: Anwohner erinnern sich an Dreharbeiten

Am Donnerstag läuft der Film „SMS für dich“ in den Kinos an. Vor rund einem Jahr sind für das Regiedebüt von Karoline Herfurth viele Szenen in Brandenburg, genauer im Kreis Oberhavel, gedreht worden. Anwohner erinnern sich an die Dreharbeiten – das Filmteam hingegen scheint sich weniger an die Anwohner zu erinnern.

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Karoline Herfurth, Friedrich Mücke und Nora Tschirner (v.l.) bei der Premiere des Films.

Quelle: Imago

Falkenthal. Es ist fast ein Jahr her, als Lkws, Transporter, ein Catering-Bus, Pkws und sonst was die Breite Straße in Falkenthal zustellten. Direkt vorm Haus 44 machten sie sich breit. Eine Filmcrew hatte sich auf dem Gehöft von Familie Großmann-Andreone eingenistet. Für einen Dreh. Hauptperson: Karoline Herfurth. Die spielt nicht nur die Hauptrolle, sondern führte erstmals in einem Langfilm Regie. „SMS für dich“ heißt der Streifen. Nach der Premiere am vergangenen Dienstag in Berlin läuft der Film am Donnerstag in den Kinos an. Auch in Zehdenick, und Liebenwalde wurden Aufnahmen für die romantische Komödie gemacht.

„Sie waren nur einen Tag bei uns und haben gedreht. Von früh bis spät. Aber die Vorbereitung dauerte schon eine Woche. Und bis alles wieder weggeräumt war, verging noch einmal eine Woche“, sagt Graziella Andreone. Teile des Drehs fanden in der extra hergerichteten Scheune statt. Spuren in Form von grüner Farbe sind heute noch zu sehen. Einige Aufnahmen machten Kameraleute und Schauspieler auch auf dem Hof. „Insgesamt haben wir nicht viel mitbekommen“, sagt Graziella Andreone. Trotzdem versuchten sie aufzuschnappen, was aufzuschnappen ging. So seien von der Keramik-Werkstatt Hedwig Bollhagen etliche Stücke als Requisiten geholt worden. Und halb Kölle müsste von Pflanzen leer gekauft worden sein, um dem Hof mitten im Oktober noch einmal etwas mehr Grün zu verleihen. Und das neue Dach am Vorbau des Hauses wurde künstlich mit Moos bedeckt. Von den Schauspielern, der Regisseurin oder dem Dreh sahen die Kurzzeit-Gastgeber nicht viel. „Die waren zu sehr auf ihre Arbeit konzentriert. Wenn sich Karoline Herfurth mal eine Auszeit nahm und sich auf den Hof setzte, machte sie einen gestressten, aber kontrollierten Eindruck.“ Aufgefallen ist den Falkenthalern, dass der Aufwand, der betrieben wird, sehr hoch ist.

Für den Film wurden – für bestimmte Szenen – Orte gesucht, die einen unberührten Charme versprühen. Einige dieser Orte wurden auf dem Internetprotal „Kulturorte-Brandenburg.de“, welches Michael Haddenhorst aus Rauschendorf betreibt, gefunden. „Wir haben hier vieles in dem Urzustand gelassen. Reparaturen machen wir eigentlich mit keinem neuen Material“, sagt Graziella Andreone übers Grundstück.

Nach dem Dreh gab es keinen Kontakt mehr zum Filmteam. Auch keine Infos über den Filmstart, geschweige denn Eintrittskarten. „Wir wollen uns den Film am Sonnabend im Kino ansehen. Ich bin gespannt, wie viel von den Szenen übrig geblieben ist und ob wir unseren Hof überhaupt wiedererkennen“, so Graziella Andreone. In dem Streifen geht es um eine Frau, die ihren Ben bei einem Autounfall zwei Jahre zuvor verloren hat. Sie hat seinen Tod noch nicht überwunden. Sie schreibt ihm auf seine Handynummer SMS. Die bekommt ein anderer.

Nachdem der Film angelaufen ist, können in einer Ausstellung einige Fotos über die Dreharbeiten in Falkenthal besichtigt werden.

Von Stefan Blumberg

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