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SV Glienicke für den Notfall ausgerüstet

Ärztin spendiert Defibrillator SV Glienicke für den Notfall ausgerüstet

Die gut 900 Mitglieder des SV Glienicke können sich ab sofort ein Stückchen mehr in Sicherheit wiegen: Die Berliner Ärztin Ulrike Szerdahely spendete dem Verein einen Defibrillator, der bei Herzproblemen Leben retten kann.

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Gerhard Horn, Ulrike Szerdahely, Uwe Klein und Sabine Krüger (v. l.) mit dem neuen Gerät.

Quelle: Robert Roeske

Glienicke. Die gut 900 Mitglieder des SV Glienicke können sich ab sofort ein Stückchen mehr in Sicherheit wiegen: Die Berliner Ärztin Ulrike Szerdahely spendete dem Verein einen Defibrillator. Das halbautomatische Gerät kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder und Vorhofflattern beenden. Nebenbei sei es in der Lage, ein normales EKG zu schreiben, sodass ein herbeigerufener Notarzt sich schnell ein Bild vom Zustand des Patienten machen könne, so die Ärztin.

Sie hatte das Neugerät im Wert von knapp 2000 Euro angeboten bekommen, sah jedoch keine Einsatzmöglichkeit in ihrer allgemeinmedizinischen Praxis, die auch von vielen Glienickern aufgesucht wird. Besagte Herzprobleme würden in erster Linie bei körperlichen Belastungen auftreten. Der Gemeindevertreter Uwe Klein (SPD), ebenfalls von Zeit zu Zeit in ihrer Sprechstunde, habe ihr deshalb den Kontakt zum Glienicker Sportverein vermittelt. In der zentralen Sporthalle des Ortes könne das Gerät weitaus bessere Dienste leisten. Es handele sich um den ersten öffentlich zugänglichen Defibrillator in einer Sportanlage der Gemeinde. Ohnehin sei an eine Anschaffung gedacht gewesen.

Gerät steht auch anderen Vereinen zur Verfügung

Obwohl es eine inzwischen aufgelöste Herzsportgruppe gab und auch viele Senioren beim SV Glienicke aktiv sind, habe es noch nie einen Notfall gegeben, sagt Gerhard Horn. Als Abteilungs- und Übungsleiter beruhige ihn die Spende. „Es freut mich, dass wir das Gerät jetzt haben.“ Es werde natürlich auch den anderen Vereinen zur Verfügung stehen. Je älter die Menschen werden, desto schneller kommen sie an ihre Belastungsgrenzen. Deshalb sei es wichtig, dass der Gesamtverein mit dem Gerät weiter an Qualität gewinnt. Über den Hersteller würden die erforderlichen Einweisungen organisiert, damit der Defibrillator im Notfall auch zum Einsatz gebracht werden kann. Eine neue Herzsportgruppe sei nicht in Sicht, weil die erforderliche ärztliche Absicherung personell nicht gewährleistet werden kann.

Der Sportverein Glienicke feiert in diesem Jahr sein 67-jähriges Bestehen. Neben Fußball gibt es Volleyball, Tischtennis, Kegeln, Frauenturnen, Sportschießen, Badminton und Gesundheitssport.

Von Helge Treichel

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