Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Sanitärcontainer sind keine Wohnunterkünfte
Lokales Oberhavel Sanitärcontainer sind keine Wohnunterkünfte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:30 01.08.2016
Die Container beherbergen Duschen und Toiletten. Quelle: Enrico Kugler
Anzeige
Oranienburg

Container mit winzigen Fensterchen hat der Landkreis Oberhavel auf dem Hof eines Backsteingebäudes an der André-Pican-Straße/Ecke Dr.-Heinrich-Byk-Straße gegenüber von der Rettungswache an der André-Pican-Straße bereits vor Monaten aufstellen lassen. Ein MAZ-Leser vermutet, dass es sich um Wohncontainer für Flüchtlinge handelt und beschwert sich über diese „Behausungen“, die nicht ins städtebauliche Umfeld passen würden. Diese würden „den Hütten für Farbige in den südafrikanischen Townships ähneln“, schreibt der Leser weiter in einem Brief, der der MAZ vorliegt. Außerdem, fügt er hinzu, sei diese „unbedachte Baumaßnahme nach der Veränderung der Flüchtlingssituation in Deutschland nicht mehr zu begründen“.

Den Vergleich mit Townships findet Kreissprecher Ronny Wappler im Zusammenhang mit Flüchtlingen völlig „deplatziert“ und fügt hinzu: „Das zeugt aus meiner Sicht von mangelnder Empathie und fehlendem Sachverstand.“ Denn es „handelt es sich bei den Containern um genormte Dusch- und Sanitärcontainer, die im Übrigen tausendfach in Deutschland zum Einsatz kommen; nicht nur im Rahmen der Unterbringung von Asylbewerbern“. Laut Wappler war der Gebäudekomplex an der André-Pican-Straße als Notaufnahme- und Verteileinrichtung für Asylbewerber konzipiert gewesen. Weil das Land Brandenburg seit dem 1. Juli dieses Jahres keine Unterbringung von Flüchtlingen in Notunterkünften mehr vorsehe, so Wappler, werde das Gebäude gegenwärtig nicht mehr genutzt. Doch niemand könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt sagen, ob der Flüchtlingsstrom nach Deutschland wieder zunehmen werde oder nicht und wie sich zukünftige Bedarfe entwickeln würden. Der Landkreis hat in diesem Jahr gut 400 Geflüchteten und Asylbewerbern eine Unterkunft zur Verfügung gestellt. Erwartet würden bis zum Jahreswechsel noch weitere 600 bis 1100 Personen, sagte Kreissprecher Ronny Wappler. Die Verwaltung leite diese Zahl aus den Bundeszahlen ab. Danach wurden im ersten Halbjahr 222  264 Asylsuchende in Deutschland registriert. „Das sind fast genauso viele wie im ersten Halbjahr 2015“, so Wappler (226 277). 12 000 Menschen entfielen auf Brandenburg. Wappler: „Mitnichten kann derzeit von einer Situation ausgegangen werden, die eine Abkehr von der bestehenden Unterbringungskonzeption rechtfertigen würde.“ Der Landkreis sei aber gut vorbereitet.

Es sei also völlig offen, wie viele Menschen der Landkreis Oberhavel in diesem Jahr erwarten muss. Denn das Land Brandenburg hat für das gesamte Jahr 2016 noch immer keine Prognose abgegeben. Deshalb müssten bestehende Objekte wie die Einrichtung an der André-Pican-Straße für eine mögliche Inbetriebnahme vorgehalten werden.

Von Marion Bergsdorf

Das Hennigsdorfer Ehepaar Wünsche ließ einen Bordstein vor dem Grundstück absägen, damit Gattin Charlotte mit ihrem E-Mobil herausfahren kann. Doch die Stadt moniert, dass die Arbeiten nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Wünsches sehen das nicht ein, wollen klagen und sich sogar an höchster Stelle beschweren.

01.08.2016
Oberhavel Oberhavel: Polizeibericht vom 1. August - 56 000 Euro gestohlen

Eine 79 Jahre alte Frau in Hohen Neuendorf ist Opfer eines ganz dreisten Diebstahls gewesen. Zwei junge Männer hatten an ihrer Haustür geklingelt und sich Einlass verschafft. Einer lenkte die alte Dame ab, der andere Klaute eine Kassette mit wertvollem Inhalt, darunter ein Sparbuch.

01.08.2016

Mit ihrem Programm „Best of Bossa Nova“ stellte sich die bildhübsche brasilianische Sängerin Priscila Guimaraes im Paddenkrug in Borgsdorf, eine ehemalige umgebaute Scheune, vor. Diese Musik entstand in den 1960er-Jahren in Brasilien aus einer Mischung von Samba und Cooljazz, vornehmlich von jungen avantgardistischen Musikern kreiert.

01.08.2016
Anzeige