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Oberhavel Sasse: Nicht angetreten, um zu verlieren
Lokales Oberhavel Sasse: Nicht angetreten, um zu verlieren
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18:23 07.11.2016
Wer als Chef in das Kremmener Rathaus einzieht – Sebastian Busse (l.) oder Eckhard Koop – steht erst nach der Stichwahl fest. Quelle: Enrico Kugler
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Kremmen

Am 20. März 2017 ist der letzte Arbeitstag von Klaus-Jürgen Sasse (SPD). Dann endet seine 24-jährige Zeit als Amtsdirektor und Bürgermeister von Kremmen. Ob danach Sebastian Busse (CDU) oder Eckhard Koop (parteilos) auf dem Chefsessel platznehmen werden, entscheidet sich aber erst am Tag der Stichwahl am 27. November.

Der Wahlkampf geht also weiter. „Ein bisschen sind die Leute ja auch gesättigt“, sagt Eckhard Koop, der bei der Wahl am Sonntag auf dem zweiten Platz landete. „Aber persönliche Gespräche helfen da oft.“ Das ist wohl das, was er in den nächsten gut zweieinhalb Wochen tun möchte: reden. Das muss er wohl vor allem auch in Hohenbruch, denn dort hat Koop mit nur 3,6 Prozent das mit Abstand schlechteste Ergebnis erreicht.

Hohenbruch ist aus Sicht von Sebastian Busse ebenfalls die persönliche Schwachstelle. „Da muss ich noch was tun“, sagt er. Allerdings konnte sich im Ortsteil auch Arthur Förster mit mehr als 60 Prozent durchsetzen, und Förster ist nun bei der Stichwahl nicht mehr dabei.

Sebastian Busse, Eckhard Koop, Arthur Förster und Klaus-Jürgen Sasse (v.l.) beim Wahlforum in Kremmen. Quelle: Enrico Kugler

Aus Sicht von Eckhard Koop werde es am 27. November die größte Aufgabe sein, die Leute in Kremmen überhaupt ein zweites Mal an die Wahlurne zu holen, das Interesse hochzuhalten. Insbesondere die müssen animiert werden, die vorher für Sasse oder Förster gestimmt hatten.

Klaus-Jürgen Sasse war am Montag unterdessen wieder einigermaßen guter Dinge. Enttäuscht ist er aber natürlich trotzdem. „Ich bin ja nicht angetreten, um zu verlieren“, sagte er. Andererseits: „Ich hatte ja einen Plan B in der Schublade.“ Der heißt: Seine Rente zu genießen, Zeit für Arbeiten am Haus. „Ich kannte ja das Risiko und habe vorher verdammt lange überlegt, wieder anzutreten.“ So abgewählt zu werden, sei kein schöner Abgang. Auf der anderen Seite, sagte er, habe er ja eine Verpflichtung gegenüber seiner Partei gehabt.

Klaus-Jürgen Sasses Amtszeit endet im März 2017. Quelle: Enrico Kugler

Bis zum 20. März 2017 bleibt Sasse auf jeden Fall noch im Amt. Allerdings kündigte er an, bis dahin keine politischen Entscheidungen mehr zu fällen. „Das ist ja auch logisch“, so Sasse. „Jetzt stehe der Stadt ein kompletter Richtungswechsel vor.“ Politisch könne er jetzt nichts mehr entscheiden oder bewegen.

Wer auch immer am 27. November gewinnt: „Ich wünsche dem neuen Bürgermeister sehr viel Erfolg“, sagte Klaus-Jürgen Sasse.

Von Robert Tiesler

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