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Oberhavel Schädling in Oberhavel auf dem Rückzug
Lokales Oberhavel Schädling in Oberhavel auf dem Rückzug
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00:44 21.08.2014
Zumindest im Norden Oberhavels ist die Eichenprozessionsspinner-Gefahr gebannt. Quelle: MAZ
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Zehdenick

Der Eichenprozessionsspinner ist immer noch latent da, sagt der Leiter der Oberförsterei Neuendorf, Frank-Michael Hintze. Gerade in Oberhavel sei aber ein deutliches Nord-Süd-Gefälle zu beobachten. Im Norden seien die Raupen mit ihren gefährlichen Härchen, die für Allergien sorgen, nahezu verschwunden. Im Süden gäbe es sie dagegen noch in der Region um Beerenklau, Schwante und Vehlefanz. Erst kürzlich hat Hintze seinen Bericht über die aktuelle Lage abgeschlossen. Noch immer wiesen einige Bäume an Alleen und Gemeindestraßen auch im Norden Oberhavels Fraß auf, aber aus den Wäldern sei der Eichenprozessionspinner vor allem im Norden Oberhavels verschwunden.

Nachdem im vergangenen Jahr großflächig gegen den Schädling vorgegangen wurde, hat die Forstbehörde in diesem Jahr noch mal 35 Hektar Wald mit dem Bekämpfungsmittel „Dipel es“ besprüht. Vor allem im Exin in Zehdenick war ein Waldstreifen noch mit dem Spinner besetzt. Jetzt haben Kontrollen ergeben, das er verschwunden ist, sagt Hintze.

Das bestätigt auch Oberförster a. D. Peter Keibel, der den Zehdenicker Stadtwald betreut. „Ich habe überall geguckt, ob es noch etwas gibt, doch alles, was man sieht, sind nur alte Nester.“ Die Tiere selbst seien verschwunden. Keibel warnt jedoch vor den Haaren. Die können immer noch Allergien auslösen. Deshalb sollten sich Waldbesucher vorsehen. Er selbst habe keine Probleme damit, könne sogar hemdsärmlich die Bäume kennzeichnen. Doch andere würden beim kleinsten Kontakt gleich Ausschlag bekommen.

Keibel war einer derjenigen, der im vergangenen Jahr sehr dringlich gefordert hatte, gegen den Schädling vorzugehen. Jetzt ist er erleichtert, dass das Mittel so gut gewirkt hat. Die Raupe würde die Bäume kahl fressen und wenn das mehrere Jahre hintereinander geschehen, „gehen die Bäume drauf.“ Doch die Gefahr, dass die gefräßigen Raupen wiederkommen, ist groß. Deshalb sei es gut, flächendeckend gehandelt zu haben. Wenn es jetzt noch irgendwo Nester gebe, müsste man auch dagegen schnell etwas machen.

Das hat die Zehdenicker Stadtverwaltung auf ihren Arealen in diesem Jahr getan. So sind auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Krewelin und Kappe 83 Bäume besprüht worden. Diesen Befall hätte man im vergangenen Jahren nicht so wahrgenommen, sagt Viola Pawletta vom Fachdienst Bürgerdienste. Vorsorglich ist auch ein Baum auf dem Gelände der Linden-Grundschule behandelt worden. Auch in Wesendorf waren noch vier Bäume befallen sowie eine Eiche in der Zehdenicker Poststraße. „Jetzt sieht es bei uns ganz gut aus. Durch die Bekämpfung haben wir eigentlich alles wegbekommen.“

Die zuständige Arbeitsgruppe im Landkreises Oberhavel wird im September über die aktuelle Lage sprechen. Für die Oberförsterei Neuendorf ist klar, dass sie im nächsten Jahr noch einmal auf einer Waldfläche von 20 bis 30Hektar aktiv werden muss. Deren Leiter, Frank-Michael Hintz, beziffert den bisherigen Bekämpfungserfolg in der Region auf 80bis 85 Prozent. Erhebliche Probleme mit dem Spinner gebe es dagegen in den Nachbarregionen – im Havelland, in der Prignitz und in Ostprignitz-Ruppin.

Von Andreas Röhl

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